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Sternhimmel
Beobachtungshinweise zu aktuellen Ereignissen am Firmament im September 2010 |
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| Mit jedem neuen Monat gibt es etwas anderes am nächtlichen Himmel zu beobachten. Hier finden Sie eine aktuelle Übersicht zu den Ereignissen am Sternhimmel, den Beobachtungsmöglichkeiten der Planeten und anderer kosmischer Objekte im September 2010. |
| Der Sternhimmel im September 2010 |
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| Klicken Sie auf das Bild, um eine Karte des Sternhimmels am 15. September 2010 um 22 Uhr MEZ zu erhalten. Die Ansicht gilt auch für den 1. um 23 Uhr und den Monatsletzten um 21 Uhr. |
Die Septembernächte bieten dem Beobachter etwa 7,5 bis 9,5 Nachtstunden vom Ende bis zum erneuten Beginn der nautischen Dämmerung. Der gewohnte Anblick des sommerlichen Sternenhimmels mit sämtlichen Sternbildern, die das schimmernde Band der Milchstraße durchziehen, verlagert sich im Laufe des Septembers ein Stück nach Westen. Auch die Abenddämmerung setzt jetzt wieder merklich früher ein.
Ende September durchquert die Sonne den Himmelsäquator von Nord nach Süd. Somit geht sie zu dieser Zeit genau im Osten auf und auch im Westen wieder unter. Dieses Ereignis läutet den Beginn der herbstlichen Jahreszeit ein. Himmelsbeobachter bezeichnen es als Tagundnachtgleiche, da der Tag - die Zeit, die zwischen Auf- und Untergang der Sonne vergeht - genau 12 Stunden beträgt. Ebenso beträgt die Dauer der Nacht genau 12 Stunden.
Auch die Herbst-Sternbilder spielen nun mit dem Fortschreiten der Nacht eine bedeutende Rolle am Firmament. So erhebt sich das Pegasusquadrat schon weit hinauf über den Horizont. Wenige auffällige Sternbilder wie Steinbock, Wassermann, Fische und Walfisch füllen den darunter liegenden südöstlichen Himmelsbereich.
Besondere Beobachtungsobjekte im September sind die Doppelsterne gamma And, alpha CVn, zeta UMa, epsilon Boo, nü Ser, delta Dra, zeta Lyr, beta Lyr, theta Ser, beta Cyg und gamma Del; die offenen Sternhaufen h und chi Per, M11 und NGC 6633; die Kugelsternhaufen M2, M3, M5, M13, M15, M22 und M92; die Gasnebel M16 (Adlernebel), M17 (Omeganebel), M27 (Hantelnebel) und M57 (Ringnebel); sowie die Galaxien M31 (Andromedanebel), M32, M33 (Dreiecksnebel), M51, M63, M64, M77, M81, M82, M94, M101, M106, NGC 205 und NGC 2403. |
| Planetensichtbarkeiten im September 2010 |
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Merkur
Merkur erreicht am 3. seine untere Konjunktion mit dem Zentralgestirn. Danach entfernt sich der flinke innere Planet wieder rasch von der Sonne und zeigt im September seine günstigste Morgensichtbarkeit des Jahres. Ab der Monatsmitte kann Merkur in der Morgendämmerung aufgefunden werden. Bis zum Ende des Monats nimmt seine Helligkeit von 0,6 auf -1,1 mag zu.
Der Planet erreicht am 19. September mit 17°52' seine größte westliche Elongation von der Sonne. Danach nähert er sich dem Zentralgestirn wieder scheinbar an.  |
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Venus
Die Helligkeit des Abendsterns nimmt im September nochmals von -4,5 auf -4,8 mag zu - am 23. strahlt die Venus in ihrem größten Glanz. Die Sichtbarkeitsdauer nimmt allerdings weiter ab und so zieht sich die Venus im Verlauf des Monats vom Abendhimmel zurück.
Bis zum 24. ist das im Teleskop erkennbare Venusscheibchen auf beachtliche 40 Bogensekunden angewachsen. An diesem Tag erscheint der Globus des inneren Planeten zu 25% beleuchtet.
Am 11. zieht die zunehmende Mondsichel an der Venus vorüber. Das Ereignis kann Tageshimmel beobachtet werden.  |
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Mars
Mars strebt seiner Konjunktion mit der Sonne entgegen, die er Anfang Februar 2011 erreichen wird und bleibt unbeobachtbar.  |
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Jupiter
Der große Gasplanet erreicht am 20. September seine Oppositionsposition und kann daher besonders günstig mit einer Helligkeit von -2,9 mag die gesamte Nacht hindurch im Sternbild Fische aufgefunden werden. Jupiter ist nach Venus und Mond das dritthellste Gestirn des Nachthimmels und bietet einen imposanten Anblick. Im Teleskop erkennt man neben den vier hellen Galileischen Monden ein wolkendurchzogenes ovales Planetenscheibchen mit einem Äquatordurchmesser von fast 50 Bogensekunden und einem Poldurchmesser von 46,6 Bogensekunden.
In der Nacht von 23. auf den 24. zieht der Vollmond an Jupiter vorüber.  |
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Saturn
Der Ringplanet, rechtläufig im Sternbild Jungfrau, strebt seiner Konjunktion mit der Sonne entgegen, die er am 1. des Folgemonats erreichen wird und ist somit unbeobachtbar.  |
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Die äußeren Planeten
Der 5,7 mag helle bläuliche Gasplanet Uranus befindet sich rückläufig im Sternbild Fische. Am 20. September 2010 erreicht er seine Oppositionsposition zur Sonne und kann daher die gesamte Nacht hindurch beobachtet werden. Im Teleskop erkennt man ein nur 3,7 Bogensekunden blaugrünes Planetenscheibchen. Details seiner Atmosphäre können mit Amateurteleskopen nicht ausgemacht werden. Am Tag der Opposition ist der Gasplanet 19,09 AE (= 2856 Mio km) von der Erde entfernt - das Licht benötigt für diese Strecke 2 Stunden und 39 Minuten. Während des gesamten Jahres weicht Jupiter kaum von seiner Seite, so dass der ferne Planet leicht aufgefunden werden kann. Am 22. zieht der große Gasplanet nur 53 Bogenminuten südlich an Uranus vorüber.
Der ebenfalls rückläufige Neptun erreichte im Vormonat seine Oppositionsposition und kann in der ersten Nachthälfte beobachtet werden. Er kann als 7,8 mag helles Objekt im Sternbild Steinbock aufgefunden werden. Im Teleskop erkennt man nur ein 2,3 Bogensekunden großes bläuliches Planetenscheibchen. |
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| Himmelsereignisse im September 2010 |
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Tag Ereignis
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01. Alpha-Aurigiden-Maximum,
Mond im Letzten Viertel
08. Neumond
11. Mond bei Venus
14. (8) Flora in Opposition
15. Mond im Ersten Viertel
16. (39) Laetitia in Opposition
18. Mond bedeckt rho Cap (4,8 mag)
19. Merkur in größter westlicher Elongation,
Mond bedeckt HD 202606 (6,2 mag)
21. Jupiter in Opposition,
Uranus in Opposition
22. Jupiter bei Uranus
23. Tagundnachtgleiche (Herbstanfang),
Venus in größtem Glanz (-4,8 mag),
Vollmond
28. (6) Hebe in Opposition
30. Mond bedeckt 121 Tau (5,4 mag) |
| Planetoiden im September 2010 |
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| Verfolgung der Bewegung eines Planetoiden vor dem Sternenhimmel |
(8) Flora erreicht am 14. ihre Opposition zur Sonne. Sie kann als maximal 8,2 mag helles Objekt im Sternbild Wassermann aufgefunden werden.
(39) Laetitia erreicht am 16. ihre Opposition zur Sonne. Sie kann als maximal 9,1 mag helles Objekt im Sternbild Wassermann aufgefunden werden.
(6) Hebe erreicht am 28. ihre Opposition zur Sonne. Sie kann als maximal 7,7 mag helles Objekt im Sternbild Walfisch aufgefunden werden.
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| Kometen im September 2010 |
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| Komet |
Ende Oktober 2010 wird der periodische Komet Hartley 2 in einem Abstand von nur 0,121 A.E. an der Erde vorbeiziehen. Der Komet wird für Beobachter auf der Nordhalbkugel unter nahezu optimalen Bedingungen über den herbstlichen Nachthimmel ziehen. Unter günstigen Umständen könnte der Schweifstern dabei eine Helligkeit von bis zu 3,5 mag erreichen, wodurch er abseits von künstlichen Beleuchtungsquellen recht einfach mit dem bloßen Auge zu erkennen sein dürfte.
Im September wird der Komet zunächst durch die Sternbilder Eidechse, Andromeda und Kassiopeia wandern und dabei seine Helligkeit von 10 auf über 7 mag steigern.
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| Meteore im September 2010 |
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Alpha-Aurigiden
Vom 25. August bis zum 8. September können die 66 km/s flinken Alpha-Aurigiden beobachtet werden, die ihre größte Aktivität am 1. September zeigen. Normalerweise zeigen die Alpha-Aurigiden ein nur sehr schwaches Maximum mit etwa 6 Meteoren pro Stunde, in einigen Jahren wurden aber auch deutlich höhere Fallraten beobachtet. Als Mutterkörper konnte der Komet C/1911 N1 (Kiess) bestimmt werden.
Schwächere Ströme mit weniger als 5 Meteoren pro Stunde, die im September ihr Maximum erreichen, sind die mit 64 km/s Eintrittsgeschwindigkeit sehr schnellen September-Perseiden, die ihr Maximum am 9. August erreichen und Mitte des Monats in die Delta-Aurigiden übergehen, die wiederum am 29. ihren Höhepunkt finden. Darüber hinaus erscheinen im September die recht langsamen (35 km/s) Ariiden-Trianguliden mit einem schwachen Maximum am 12.09., sowie die beiden sehr langsamen Ströme der Pisciniden (25 km/s) und Kappa-Aquariiden (16 km/s), die jeweils am 20. September ihre bescheidenen Maxima zeigen.
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