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Sternhimmel

Beobachtungshinweise zu aktuellen Ereignissen am Firmament im Dezember 2014
Mit jedem neuen Monat gibt es etwas anderes am nächtlichen Himmel zu beobachten. Hier finden Sie eine aktuelle Übersicht zu den Ereignissen am Sternhimmel, den Beobachtungsmöglichkeiten der Planeten und anderer kosmischer Objekte im Dezember 2014.
Der Sternhimmel im Dezember 2014
Drehbare Sternkarte
Klicken Sie auf das Bild, um eine Karte des Sternhimmels am 15. Dezember 2014 um 22 Uhr MEZ zu erhalten. Die Ansicht gilt auch für den 1. um 23 Uhr und den Monatsletzten um 21 Uhr.
Die Dezembernächte bieten dem Beobachter etwa 13 Nachtstunden vom Ende bis zum erneuten Beginn der nautischen Dämmerung. Die Herbststernbilder haben den Meridian bereits überschritten und verlagern sich deutlich in die westliche Hemisphäre.

Der nun in den Vordergrund tretende winterliche Sternhimmel bietet vor allem für den Einsteiger interessante und einfache Beobachtungsobjekte. Wer seinen inneren Schweinehund überwindet und das warme Haus in einer klaren kalten Dezembernacht verlässt, wird von der ergiebigen Pracht des Wintersternhimmels überrascht sein.

Die Wintermilchstraße zieht sich im Dezember vom Nordwesten über den Zenit bis in den Osten. In der kalten Jahreszeit blicken wir in äußere, weniger dichte Bereiche unserer Galaxie. Daher erscheint die Wintermilchstraße weniger prachtvoll als das sommerliche Gegenstück.

Über dem Südost-Horizont kann das auffällige große Wintersechseck identifiziert werden. Es setzt sich aus den hellsten Sternen der markanten Wintersternbilder zusammen. Capella in der Konstellation Fuhrmann, Pollux in den Zwillingen, Prokyon im Kleinen Hund, Sirius im Großen Hund, Rigel im Orion und Aldebaran im Stier bilden die Sechs Ecken der winterlichen Himmelsformation.

Hoch im Süden glitzern die Plejaden - ein offener Sternhaufen im Sternbild Stier. Darunter befindet sich das unauffällige Sternbild Eridanus. Der Südwesten wird von den Sternbildern Walfisch und Fische geprägt, die nur sehr wenige helle Sterne besitzen. Im Westen sinkt das Pegasusquadrat zum Horizont hinab. Im Nordwesten findet man die Konstellationen Kepheus und Schwan. Den Norden dominieren die Sternbilder Drache, Kleiner und Größer Bär, im Nordosten gehen Krebs und Löwe auf. Im Zenit prangt Perseus - begleitet vom Dreieck, Andromeda und der Kassiopeia.

Besonders empfehlenswerte Beobachtungsobjekte im Dezember sind die Doppelsterne gamma And, lambda Ori, sigma Ori, zeta UMa, delta Dra, zeta Lyr, beta Lyr, theta Ser, beta Cyg und gamma Del; die offenen Sternhaufen h und chi Per, M45 (Plejaden), M35, M36, M37 und M38; die Kugelsternhaufen M2, M15 und M92; die Gasnebel M1 (Krebsnebel), M42 (Orionnebel), der Rosetten- und der Konusnebel; sowie die Galaxien M31 (Andromedanebel), M32, M33 (Dreiecksnebel), M81, M82, M106, NGC 205 und NGC 2403.
Meteore im Dezember 2014
Geminiden
Im Dezember kann einer der auffälligsten Sternschnuppen-Ströme des Jahres beobachtet werden. Die Geminiden sind ein Meteorstrom, die recht langsame (35 km/s) und teilweise sehr helle Meteore hervorbringt. Der Strom tritt vom 7. bis 17. Dezember auf. Zum Maximum am 14. Dezember fallen aus dem Sternbild Zwillinge bis zu 120 Geminiden pro Stunde. Die beste Beobachtungszeit liegt zwischen 21 und 6 Uhr. Als Ursprungskörper der Geminiden ist der Aseroid (3200) Phaeton bekannt.

Ursiden
Vom 17. bis 26. Dezember sind die Ursiden zu beobachten, die auf den periodischen Kometen 8P/Tuttle zurückzuführen sind und deren Radiant im Sternbild Kleiner Bär liegt. Für gewöhnlich lassen sich bis zu 20 recht langsame (33 km/s) Meteore pro Stunde beobachten. Das scharfe Maximum wird am 22. Dezember auftreten. Die Ursiden können die gesamte Nacht hindurch beobachtet werden, da ihr Radiant zirkumpolar ist.

Coma Bereniciden
Die vom 5. Dezember bis zum 31. Januar aktiven Coma Bereniciden erreichen am 20. und 29. Dezember ihr Doppel-Maximum. Dabei werden jeweils nur bis zu 5 sehr flinke (65 km/s) Meteore in der Stunde zu sehen sein.

Schwächere Ströme mit weniger als 5 Meteoren pro Stunde, die im Dezember ihr Maximum erreichen, sind die sehr langsamen (28 km/s) Chi-Orioniden (Maximum 2.12.), die 42 km/s schnellen Dezember-Monocerotiden (Maximum 9.12.) und die 58 km/s flinken Sigma-Hydriden (Maximum 12.12.).  
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