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Sternhimmel

Beobachtungshinweise zu aktuellen Ereignissen am Firmament im Dezember 2008
Mit jedem neuen Monat gibt es etwas anderes am nächtlichen Himmel zu beobachten. Hier finden Sie eine aktuelle Übersicht zu den Ereignissen am Sternhimmel, den Beobachtungsmöglichkeiten der Planeten und anderer kosmischer Objekte im Dezember 2008.
Der Sternhimmel im Dezember 2008
Drehbare Sternkarte
Klicken Sie auf das Bild, um eine Karte des Sternhimmels am 15. Dezember 2008 um 22 Uhr MEZ zu erhalten. Die Ansicht gilt auch für den 1. um 23 Uhr und den Monatsletzten um 21 Uhr.
Die Dezembernächte bieten dem Beobachter etwa 13 Nachtstunden vom Ende bis zum erneuten Beginn der nautischen Dämmerung. Die Herbststernbilder haben den Meridian bereits überschritten und verlagern sich deutlich in die westliche Hemisphäre.

Der nun in den Vordergrund tretende winterliche Sternhimmel bietet vor allem für den Einsteiger interessante und einfache Beobachtungsobjekte. Wer seinen inneren Schweinehund überwindet und das warme Haus in einer klaren kalten Dezembernacht verlässt, wird von der ergiebigen Pracht des Wintersternhimmels überrascht sein.

Die Wintermilchstraße zieht sich im Dezember vom Nordwesten über den Zenit bis in den Osten. In der kalten Jahreszeit blicken wir in äußere, weniger dichte Bereiche unserer Galaxie. Daher erscheint die Wintermilchstraße weniger prachtvoll als das sommerliche Gegenstück.

Über dem Südost-Horizont kann das auffällige große Wintersechseck identifiziert werden. Es setzt sich aus den hellsten Sternen der markanten Wintersternbilder zusammen. Capella in der Konstellation Fuhrmann, Pollux in den Zwillingen, Prokyon im Kleinen Hund, Sirius im Großen Hund, Rigel im Orion und Aldebaran im Stier bilden die Sechs Ecken der winterlichen Himmelsformation.

Hoch im Süden glitzern die Plejaden - ein offener Sternhaufen im Sternbild Stier. Darunter befindet sich das unauffällige Sternbild Eridanus. Der Südwesten wird von den Sternbildern Walfisch und Fische geprägt, die nur sehr wenige helle Sterne besitzen. Im Westen sinkt das Pegasusquadrat zum Horizont hinab. Im Nordwesten findet man die Konstellationen Kepheus und Schwan. Den Norden dominieren die Sternbilder Drache, Kleiner und Größer Bär, im Nordosten gehen Krebs und Löwe auf. Im Zenit prangt Perseus - begleitet vom Dreieck, Andromeda und der Kassiopeia.

Besonders empfehlenswerte Beobachtungsobjekte im Dezember sind die Doppelsterne gamma And, lambda Ori, sigma Ori, zeta UMa, delta Dra, zeta Lyr, beta Lyr, theta Ser, beta Cyg und gamma Del; die offenen Sternhaufen h und chi Per, M45 (Plejaden), M35, M36, M37 und M38; die Kugelsternhaufen M2, M15 und M92; die Gasnebel M1 (Krebsnebel), M42 (Orionnebel), der Rosetten- und der Konusnebel; sowie die Galaxien M31 (Andromedanebel), M32, M33 (Dreiecksnebel), M81, M82, M106, NGC 205 und NGC 2403.
Planetensichtbarkeiten im Dezember 2008
Merkur

Der flinke innere Planet gewinnt im Dezember östlichen Winkelabstand von der Sonne, seine Beobachtungsbedingungen lassen jedoch keine freisichtige Abendsichtbarkeit zu.  
Venus

Im Dezember befreit sich die Venus endlich aus den Fängen der Sonne und wird zum auffälligen Anbendstern, der eine Stunde nach Sonnenuntergang etwa 15 Grad hoch über dem Südsüdwest-Horizont glänzt. Die scheinbare Helligkeit des inneren Planeten nimmt im Dezember von -4,1mag auf -4,3mag zu. Im Teleskop erscheint die Venus mehr als halb beleuchtet, ihr beobachtbarer Winkeldurchmesser nimmt bis zum Ende des Jahres auf 21 Bogensekunden zu.  
Mars

Mars erreicht am 5. Dezember seine Konjunktion mit der Sonne, steht daher gemeinsam mit dem hellen Zentralgestirn am Tageshimmel und bleibt unbeobachtbar.  
Jupiter

Jupiter nähert sich der Sonne weiter an und gibt zum Jahresende seine Abschiedsvorstellung am Abendhimmel. Seine Helligkeit nimmt weiter auf -1,9 mag ab.  
Saturn

Der 0,9 mag helle Ringplanet kann im Dezember in der zweiten Nachthälfte im Sternbild des Löwen an der Grenze zur Jungfrau beobachtet werden. Ab der Monatsmitte geht Saturn bereits vor Mitternacht auf.  
Die äußeren Planeten

Der 5,9 mag helle Uranus kann am Abendhimmel im Sternbild Wassermann aufgefunden werden. Im Teleskop erkennt man ein kleines blaugrünes Planetenscheibchen.

Neptun kann nur noch bis zur Monatsmitte als 8,0 mag helles Objekt am Abendhimmel im Sternbild Steinbock aufgefunden werden. Im Teleskop erkennt man nur ein winziges bläuliches Planetenscheibchen.
Himmelsereignisse im Dezember 2008
Tag	Ereignis
-----------------------------------------------------------
01.	Venus bei Jupiter
	Mond bedeckt Venus
05.	Mond im Ersten Viertel
06.	Nikolaus
	Mond bedeckt lambda Psc
07.	2. Advent
10.	10 Pallas in Opposition
12.	Vollmond
13.	Mond bedeckt epsilon Gem
	Geminiden-Maximum
14.	3. Advent
19.	Mond im Letzten Viertel
21.	Wintersonnenwende
	(Winteranfang)
	4. Advent
24.	Heiligabend
25.	1. Weihnachtsfeiertag
26.	2. Weihnachtsfeiertag
27.	Neumond
	Venus bei Neptun
31.	Silvester
	Merkur bei Jupiter
Meteore im Dezember 2008
Geminiden
Im Dezember kann einer der auffälligsten Sternschnuppen-Ströme des Jahres beobachtet werden. Die Geminiden sind ein Meteorstrom, die recht langsame (35 km/s) und teilweise sehr helle Meteore hervorbringt. Der Strom tritt vom 7. bis 17. Dezember auf. Zum Maximum am 14. Dezember fallen aus dem Sternbild Zwillinge bis zu 120 Geminiden pro Stunde. Die beste Beobachtungszeit liegt zwischen 21 und 6 Uhr. Als Ursprungskörper der Geminiden ist der Aseroid (3200) Phaeton bekannt.

Ursiden
Vom 17. bis 26. Dezember sind die Ursiden zu beobachten, die auf den periodischen Kometen 8P/Tuttle zurückzuführen sind und deren Radiant im Sternbild Kleiner Bär liegt. Für gewöhnlich lassen sich bis zu 20 recht langsame (33 km/s) Meteore pro Stunde beobachten. Das scharfe Maximum wird am 22. Dezember auftreten. Die Ursiden können die gesamte Nacht hindurch beobachtet werden, da ihr Radiant zirkumpolar ist.

Coma Bereniciden
Die vom 5. Dezember bis zum 31. Januar aktiven Coma Bereniciden erreichen am 20. und 29. Dezember ihr Doppel-Maximum. Dabei werden jeweils nur bis zu 5 sehr flinke (65 km/s) Meteore in der Stunde zu sehen sein.

Schwächere Ströme mit weniger als 5 Meteoren pro Stunde, die im Dezember ihr Maximum erreichen, sind die sehr langsamen (28 km/s) Chi-Orioniden (Maximum 2.12.), die 42 km/s schnellen Dezember-Monocerotiden (Maximum 9.12.) und die 58 km/s flinken Sigma-Hydriden (Maximum 12.12.).  
»November 2008 »Januar 2009
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