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Sternhimmel

Beobachtungshinweise zu aktuellen Ereignissen am Firmament im Januar 2009
Mit jedem neuen Monat gibt es etwas anderes am nächtlichen Himmel zu beobachten. Hier finden Sie eine aktuelle Übersicht zu den Ereignissen am Sternhimmel, den Beobachtungsmöglichkeiten der Planeten und anderer kosmischer Objekte im Januar 2009.
Der Sternhimmel im Januar 2009
Die Januarnächte bieten dem Beobachter etwa 12 bis 13 Nachtstunden vom Ende bis zum erneuten Beginn der nautischen Dämmerung.

Der nächtliche Winterhimmel ist reich an besonders hellen Sternen. Hoch am Himmel erkennt der Beobachter das Winter-Sechseck, das aus den hellen Sternen Kapella (im Sternbild Fuhrmann), Pollux (Zwillinge), Prokyon (Kleiner Hund), Sirius (Gr0ßer Hund), Rigel (Orion) und Aldebaran (Stier) besteht.

Die Sternbilder des Wintersechsecks umschließen einen Teil der winterlichen Milchstraße, die sich in diese Jahreszeit quer über den gesamten Himmel erstreckt - vom Nordosten im Bereich der Sternbilder Schwan und Eidechse beginnend über den Zenit, wo sich Perseus und Fuhrmann aufhalten, bis hinab zum Südöstlichen Horizont vorbei am Himmelsriter Orion.

Im Norden können die Sternbilder Drache, und Kleiner Bär aufgefunden werden, den Nordosten füllen der Große Bär und die Jagdhunde aus. Im Osten gehen der Kleine Löwe, Löwe und Luchs auf. Im Südosten findet man im Januar die Konstellationen Wasserschlange, Krebs, Kleiner Hund, Zwillinge und Einhorn. Im Süden überqueren die Sternbilder Großer Hund, Orion, Hase, Taube und Stier den Meridian. Im Südwesten erkennt man Eridanus und Walfisch. Im Westen senken sich die Fische, Widder, Dreieck und Andromeda zur Horizontlinie. Tief im Nordwesten befindet sich das große Pegasus-Quadrat, der Schwan und die Eidechse, etwas höher Kepheus und die Kassiopeia. Um den Zenit erspäht man die Sternbilder Perseus, Giraffe und Fuhrmann.

Besonders empfehlenswerte Beobachtungsobjekte im Januar sind die Doppelsterne gamma And, lambda Ori, sigma Ori, zeta UMa, delta Dra, zeta Lyr, beta Lyr, theta Ser, beta Cyg und gamma Del; die offenen Sternhaufen h und chi Per, M45 (Plejaden), Hyaden, M35, M36, M37 und M38; die Kugelsternhaufen M2, M15 und M92; die Gasnebel M1 (Krebsnebel), M42 (Orionnebel), der Rosetten- und der Konusnebel; sowie die Galaxien M31 (Andromedanebel), M32, M33 (Dreiecksnebel), M81, M82, NGC 205 und NGC 2403.
Planetensichtbarkeiten im Januar 2009
Merkur

Der flinke innere Planet zeigt bis Mitte Januar 2009 eine bescheidene Abendsichtbarkeit. Er erreicht am 4. Januar mit 19°21' östlichem Winkelabstand seine größte Elongation von der Sonne. Danach nähert er sich dem Zentralgestirn wieder scheinbar an und durchläuft schließlich am 20. seine untere Konjunktion. Schon Ende Januar erscheint er wieder am Morgenhimmel. Am 6. Januar erkennen Fernrohrbeobchter den dann 7,2 Bogensekunden großen Planeten genau halb beleuchtet (Dichotomie).  
Venus

Die Venus kann im Januar 2009 als auffälliger Abendstern beobachtet werden, der eine Stunde nach Sonnenuntergang etwa 25 Grad hoch über dem Südwest-Horizont glänzt. Die scheinbare Helligkeit des inneren Planeten nimmt im Verlauf des Monats von -4,3mag auf -4,5mag zu. Im Teleskop erscheint die Venus am 16. Januar genau halb beleuchtet - die Dichotomie tritt ein. Ihr beobachtbarer Winkeldurchmesser beträgt zu dieser Zeit 25 Bogensekunden. Am Abend des 30. Januar passiert die Sichel des zunehmenden Mondes den hellen Abendstern.  
Mars

Mars erreichte am 5. Dezember 2008 seine Konjunktion mit der Sonne, steht daher gemeinsam mit dem hellen Zentralgestirn am Tageshimmel und bleibt unbeobachtbar.  
Jupiter

Jupiter erreicht am 24. Januar 2009 seine Konjuktionsposition zur Sonne. Der große Gasplanet ist daher unbeobachtbar.  
Saturn

Der Ringplanet beginnt im Januar seine Oppositionsperiode und wird am 1. im Sternbild Löwe rückläufig. Saturn geht bereits vor Mitternacht auf und steigert seine Helligkeit auf 0,7mag. Der Planet kann im Sternbild Löwe aufgefunden werden.

Der Ringplanet zeigt derzeit im Teleskop einen ungewöhnlichen Anblick, da die Erde im September die Ringebene des Planeten durchqueren wird. Derzeit sind die Saturnringe gerade mal etwa ein Grad weit geöffnet und erscheinen daher nur noch als schmaler Strich.  
Die äußeren Planeten

Der 5,9 mag helle Uranus kann in diesem Monat noch am Abendhimmel im Sternbild Wassermann an der Grenze zu den Fischen aufgefunden werden. Im Teleskop erkennt man ein kleines blaugrünes Planetenscheibchen.

Neptun befindet sich zu nahe der Sonne, um noch aufgefunden werden zu können. Ende Februar wird er in Konjunktion zur Sonne stehen.
Himmelsereignisse im Januar 2009
Tag	Ereignis
-----------------------------------------------------------
01.	Neujahr
03.	Quadrantiden-Maximum
04.	Erde in Sonnennähe,
	Mond im Ersten Viertel,
	Merkur in größter östlicher Elongation
06.	Heilige Drei Könige
07.	Mond bedeckt Plejaden
09.	Mond bedeckt 139 Tau (4,8 mag)
11.	Vollmond
14.	Venus in größter östlicher Elongation
18.	Mond im Letzten Viertel
26.	Neumond,
	Ringförmige Sonnenfinsternis
31.	Mond bedeckt HD 3861 (6,5mag)
Kometen im Januar 2009
Komet
Anfang Januar zeigt der Komet C/2007 N3 (Lulin) seine erste mondlose Beobachtungsphase des Jahres. Der Komet taucht am Morgenhimmel auf und wird sukzessive an Höhe und Helligkeit gewinnen. In den folgenden Wochen wandert er aus dem Skorpion kommend nordwestwärts durch die Waage in Richtung Jungfrau, Löwe, Krebs und Zwillinge. Lulin wird dabei schnell heller und seine günstigste Beobachtungszeit verlagert sich von den frühen Morgenstunden in die Zeit um Mitternacht.

Ende Februar 2009 wird sich der Komet der Erde bis auf eine Distanz von nur 0,41 A.E. annähern. Der Schweifstern könnte dabei einige Tage lang mit einer scheinbaren Helligkeit von 4. bis 5. Größe zu beobachten sein und dürfte somit unter günstigen Voraussetzungen gerade noch mit dem bloßen Auge zu erkennen sein. Auf jeden Fall sollte Lulin ein reizvolles Objekt für den Feldstecher werden.  
Meteore im Januar 2009
Quadrantiden
Das neue Jahr wird mit einem Feuerwerk des Quadrantiden-Meteorstroms eröffnet. Die 41 km/s schnellen Sternschnuppen erscheinen zwischen dem 28. Dezember und dem 12. Januar. Die meist lichtschwachen Meteore scheinen aus dem Sternbild Boötes zu stammen und werden daher häufig auch als Boötiden bezeichnet. Das spitze Maximum tritt am 3. Januar auf. Dabei können in der Stunde bis zu 120 Meteore beobachtet werden.

Schwächere Ströme mit weniger als 5 Meteoren pro Stunde, die im Januar ihr Maximum erreichen, sind die mit 28 km/s sehr langsamen Delta-Cancriden, die vom 1. bis zum 31. Januar beobachtet werden können (Maximum 17.01.) sowie die abflauenden 65 km/s schnellen Coma Bereniciden, die vom 5. Dezember bis 31. Januar auftauchen und ihr Doppel-Maximum bereits am 20. und 29. Dezember erreicht haben.  
»Dezember 2008 »Februar 2009
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