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Sternhimmel

Beobachtungshinweise zu aktuellen Ereignissen am Firmament im Januar 2011
Mit jedem neuen Monat gibt es etwas anderes am nächtlichen Himmel zu beobachten. Hier finden Sie eine aktuelle Übersicht zu den Ereignissen am Sternhimmel, den Beobachtungsmöglichkeiten der Planeten und anderer kosmischer Objekte im Januar 2011.
Der Sternhimmel im Januar 2011
Die Januarnächte bieten dem Beobachter etwa 12 bis 13 Nachtstunden vom Ende bis zum erneuten Beginn der nautischen Dämmerung.

Der nächtliche Winterhimmel ist reich an besonders hellen Sternen. Hoch am Himmel erkennt der Beobachter das Winter-Sechseck, das aus den hellen Sternen Kapella (im Sternbild Fuhrmann), Pollux (Zwillinge), Prokyon (Kleiner Hund), Sirius (Gr0ßer Hund), Rigel (Orion) und Aldebaran (Stier) besteht.

Die Sternbilder des Wintersechsecks umschließen einen Teil der winterlichen Milchstraße, die sich in diese Jahreszeit quer über den gesamten Himmel erstreckt - vom Nordosten im Bereich der Sternbilder Schwan und Eidechse beginnend über den Zenit, wo sich Perseus und Fuhrmann aufhalten, bis hinab zum Südöstlichen Horizont vorbei am Himmelsriter Orion.

Im Norden können die Sternbilder Drache, und Kleiner Bär aufgefunden werden, den Nordosten füllen der Große Bär und die Jagdhunde aus. Im Osten gehen der Kleine Löwe, Löwe und Luchs auf. Im Südosten findet man im Januar die Konstellationen Wasserschlange, Krebs, Kleiner Hund, Zwillinge und Einhorn. Im Süden überqueren die Sternbilder Großer Hund, Orion, Hase, Taube und Stier den Meridian. Im Südwesten erkennt man Eridanus und Walfisch. Im Westen senken sich die Fische, Widder, Dreieck und Andromeda zur Horizontlinie. Tief im Nordwesten befindet sich das große Pegasus-Quadrat, der Schwan und die Eidechse, etwas höher Kepheus und die Kassiopeia. Um den Zenit erspäht man die Sternbilder Perseus, Giraffe und Fuhrmann.

Besonders empfehlenswerte Beobachtungsobjekte im Januar sind die Doppelsterne gamma And, lambda Ori, sigma Ori, zeta UMa, delta Dra, zeta Lyr, beta Lyr, theta Ser, beta Cyg und gamma Del; die offenen Sternhaufen h und chi Per, M45 (Plejaden), Hyaden, M35, M36, M37 und M38; die Kugelsternhaufen M2, M15 und M92; die Gasnebel M1 (Krebsnebel), M42 (Orionnebel), der Rosetten- und der Konusnebel; sowie die Galaxien M31 (Andromedanebel), M32, M33 (Dreiecksnebel), M81, M82, NGC 205 und NGC 2403.
Planetensichtbarkeiten im Januar 2011
Merkur

Der flinke innere Planet zeigt im Januar eine Morgensichtbarkeit. Er erreicht am 9. Januar mit 23°17' westlichem Winkelabstand seine größte Elongation von der Sonne. Danach nähert er sich dem Zentralgestirn wieder scheinbar an. Im Teleskop erkennt man das 7,4 Bogensekunden große Merkurscheibchen am 4. genau halb beleuchtet - die Dichotomie tritt ein. Anschließend schrumpft der scheinbare Durchmesser und Merkur wird rundlicher. Nach dem 17. wird der innere Planet unbeobachtbar.  
Venus

Die Venus kann im Januar als auffälliges Gestirn am Morgenhimmel über dem Südost-Horizont beobachtet werden. Bereits Anfang des Vormonats strahlte sie im größten Glanz. Am 8. erreicht sie ihre größte westliche Elongation von der Sonne (46° 57'). Bis zum Monatsende geht ihre Helligkeit von -4,6 auf -4,3 mag zurück.

Am 8. kann die 25 Bogensekunden große Venus im Teleskop genau halb beleuchtet betrachtet werden - die Dichotomie tritt ein. In den darauffolgenden Tagen nimmt der Beleuchtungsgrad zu. Der Durchmesser des Planetenscheibchens nimmt dabei kontinuierlich ab.

Am 30. zieht die abnehmende Mondsichel am Morgenstern vorüber.  
Mars

Mars strebt seiner Konjunktion mit der Sonne entgegen, die er Anfang Februar 2011 erreichen wird und bleibt unbeobachtbar.  
Jupiter

Jupiters Untergänge verfrühen sich weiter, so dass der Planet nur noch am Abendhimmel beobachtet werden kann. Seine Helligkeit nimmt weiter von -2,3 auf -2,1 mag ab. Der Planet kann im Sternbild Fische aufgefunden werden.

Am 2. Januar begegnet Jupiter dem Gasplaneten Uranus.  
Saturn

Der Ringplanet beginnt Ende Januar seine Oppositionsperiode und wird im Sternbild Jungfrau rückläufig. Saturn geht bereits vor Mitternacht auf und steigert seine Helligkeit auf 0,6 mag.

Im Teleskop erkennt man einen nur knapp 10° weit geöffneten Ring. Im Jahr 2009 durchlief die Erde die Ringebene des Saturn. Bis 2016 wird sich das Ringsystem nach und nach immer weiter öffnen.  
Die äußeren Planeten

Der 5,9 mag helle Uranus kann in diesem Monat noch am Abendhimmel im Sternbild Fische an der Grenze zum Wassermann aufgefunden werden. Im Teleskop erkennt man ein nur 3,5 Bogensekunden großes blaugrünes Planetenscheibchen.

Neptun kann nicht mehr am Abendhimmel aufgefunden werden. Der ferne Gasplanet befindet sich im Sternbild Steinbock an der Grenze zum Wassermann und erreicht Mitte des Folgemonats seine Konjunktion mit der Sonne.
Himmelsereignisse im Januar 2011
Tag	Ereignis
-----------------------------------------------------------
01.	Neujahr
03.	Quadrantiden-Maximum,
	Erde in Sonnennähe
04.	Neumond,
	Partielle Sonnenfinsternis in Europa, Nordafrika
	und Westasien,
	Jupiter bei Uranus
06.	Heilige Drei Könige
08.	Venus in größter westlicher Elongation
09.	Merkur in größter westlicher Elongation
11.	Mond bedeckt HD 3861 (6,5 mag)
12.	Mond im Ersten Viertel
14.	Mond bedeckt SAO 75755
15.	Mond bedeckt zeta Ari (4,9 mag),
	Mond bedeckt tau1 Ari (5,3 mag)
16.	Mond bedeckt 99 Tau (5,8 mag)
17.	Mond bedeckt 1 Gem (4,2 mag)
18.	Mond bedeckt 3 Gem, 6 Gem,
	Mond bedeckt eta Gem (3,3 mag)
19.	Vollmond
22.	Mond bedeckt 55 Leo
24.	(7) Iris in Opposition zur Sonne,
	Mond bedeckt SAO 138445
25.	(23) Thalia in Opposition zur Sonne
26.	Mond im Letzten Viertel,
	Mond bedeckt 83 Vir (5,6 mag)
30.	Mond bei Venus
Planetoiden im Januar 2011
Verfolgung der Bewegung eines Planetoiden vor dem Sternenhimmel
(7) Iris erreicht am 24. ihre Opposition zur Sonne. Sie kann als maximal 7,9 mag helles Objekt im Sternbild Krebs aufgefunden werden.

(44) Nysa erreicht am 1. des Folgemonats ihre Opposition zur Sonne. Sie kann als maximal 8,9 mag helles Objekt im Sternbild Löwe aufgefunden werden.

(23) Thalia erreicht am 25. ihre Opposition zur Sonne. Sie kann als maximal 9,1 mag helles Objekt aufgefunden werden.  
Meteore im Januar 2011
Quadrantiden
Das neue Jahr wird mit einem Feuerwerk des Quadrantiden-Meteorstroms eröffnet. Die 41 km/s schnellen Sternschnuppen erscheinen zwischen dem 28. Dezember und dem 12. Januar. Die meist lichtschwachen Meteore scheinen aus dem Sternbild Boötes zu stammen und werden daher häufig auch als Boötiden bezeichnet. Das spitze Maximum tritt am 3. Januar auf. Dabei können in der Stunde bis zu 120 Meteore beobachtet werden.

Schwächere Ströme mit weniger als 5 Meteoren pro Stunde, die im Januar ihr Maximum erreichen, sind die mit 28 km/s sehr langsamen Delta-Cancriden, die vom 1. bis zum 31. Januar beobachtet werden können (Maximum 17.01.) sowie die abflauenden 65 km/s schnellen Coma Bereniciden, die vom 5. Dezember bis 31. Januar auftauchen und ihr Doppel-Maximum bereits am 20. und 29. Dezember erreicht haben.  
»Dezember 2010 »Februar 2011
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