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Sternhimmel

Beobachtungshinweise zu aktuellen Ereignissen am Firmament im Februar 2011
Mit jedem neuen Monat gibt es etwas anderes am nächtlichen Himmel zu beobachten. Hier finden Sie eine aktuelle Übersicht zu den Ereignissen am Sternhimmel, den Beobachtungsmöglichkeiten der Planeten und anderer kosmischer Objekte im Februar 2011.
Der Sternhimmel im Februar 2011
Drehbare Sternkarte
Klicken Sie auf das Bild, um eine Karte des Sternhimmels am 15. Februar 2011 um 22 Uhr MEZ zu erhalten. Die Ansicht gilt auch für den 1. um 23 Uhr und den Monatsletzten um 21 Uhr.
Die Februarnächte bieten dem Beobachter etwa 11 bis 12 Nachtstunden vom Ende bis zum erneuten Beginn der nautischen Dämmerung.

Der Nachthimmel ist im Februar weithin winterlich geprägt. Das Wintersechseck - bestehend aus Kapella (im Sternbild Fuhrmann), Pollux (Zwillinge), Prokyon (Kleiner Hund), Sirius (Großer Hund), Rigel (Orion) und Aldebaran (Stier) - verlagert sich im Februar in den Südwesten. Dieser Bereich des Himmels ist besonders reich an vielen hellen Sternen.

Im Süden funkelt der bei weitem hellste Stern am Himmel - Sirius - im Sternbild Großer Hund. Der Stern strahlt ein bläulich weißes Licht ab. Da er in unseren Breiten allerdings nur in geringer Höhe über dem Horizont kulminiert (rund 23° hoch) und sein Licht daher eine weite Strecke durch die Erdatmosphäre zurücklegen muss, funkelt er in kalten Winternächten in allen Spektralfarben.

Sein Name leitet sich aus seiner griechischen Bezeichnung Seirios (der Strahlende, der Flammende) ab. Aus dem Altertum sind für diesen bedeutenden Fixstern auch die Namen Al Shira (arabisch: der hell Scheinende), Tir (persisch: Pfeilstern), Sukra (hinduistisch: Regengestirn) und Hannabeah (phönizisch: Marktschreier) überliefert. Die Chaldäer sprachen vom Hundsstern, die Babylonier sahen ihn als Leitstern des Großen Hundes an. Im alten China markierte Sirius ein Auge des Himmelswolfes, bei den australischen Ureinwohnern verkörperte er einen Adler. Seine heutige offizielle Bezeichnung lautet alpha Canis Maioris (CMa).

Die in der kalten Jahreszeit sichtbaren äußeren Bereiche der Milchstraße erstrecken sich quer über den Himmel. Das schwach schimmernde Band ragt vom Südpunkt bis hinauf zum Zenit und senkt sich im Norden wieder zum Horizont hinab.

Im Norden können die Sternbilder Drache, Kleiner Bär und Kepheus aufgefunden werden, den Nordosten füllen der Große Bär, die Jagdhunde, Bootes und das Haar der Berenike aus. Im Osten geht der Becher auf, der Löwe befindet sich bereits hoch über dem Horizont. Im Südosten findet man im Februar die Konstellationen Wasserschlange und Krebs. Der Große und Kleine Hund, das Einhorn und die Zwillinge überqueren den Meridian im Süden. Die Sternbilder Orion, Hase und Taube können im Südwesten erkannt werden. Im Westen verschwinden Eridanus und Walfisch am Horizont. Im Nordwesten befinden sich die Fische, das Dreieck und die Andromeda, etwas höher die Kassiopeia und Perseus. In der Nähe des Zenits erspäht man die Sternbilder Fuhrmann und Großer Bär.

Besonders empfehlenswerte Beobachtungsobjekte im Februar sind die Doppelsterne gamma And, lambda Ori, sigma Ori, beta Mon, gamma Leo, zeta UMa und delta Dra; die offenen Sternhaufen h und chi Per, M45 (Plejaden), Hyaden, M35, M36, M37, M38, M44 (Praesepe), M50, M67; die Kugelsternhaufen M2, M15 und M92; die Gasnebel M1 (Krebsnebel) und M42 (Orionnebel); sowie die Galaxien M31 (Andromedanebel), M32, M33 (Dreiecksnebel), M77, M81, M82, NGC 205 und NGC 2403.
Planetensichtbarkeiten im Februar 2011
Merkur

Der flinke innere Planet erreicht am 25. Februar seine obere Konjunktion mit der Sonne. Merkur bleibt daher den gesamten Monat hindurch unbeobachtbar.  
Venus

Die Venus kann im Februar weiter am Morgenhimmel über dem Südost-Horizont beobachtet werden. Bereits Anfang des Vormonats erreichte sie ihre größte westliche Elongation von der Sonne und strebt nun wieder auf sie zu. Bis zum Monatsende geht ihre Helligkeit leicht von -4,3 auf -4,1 mag zurück.

Im Teleskop erscheint unser innerer Nachbarplanet nun immer kleiner und rundlicher. Der beleuchtete Anteil nimmt bis Monatsende auf 71% zu. Der Durchmesser des Planetenscheibchens geht auf 16 Bogensekunden zurück.  
Mars

Mars erreicht am 4. Februar seine Konjunktion mit der Sonne, steht daher gemeinsam mit dem hellen Zentralgestirn am Tageshimmel und bleibt unbeobachtbar.  
Jupiter

Jupiters Untergänge verfrühen sich weiter, so dass der Planet nur noch am frühen Abend tief im Südwesten beobachtet werden kann. Seine Helligkeit nimmt weiter auf -2,1 mag ab. Das Gasplanet kann im Sternbild Fische an der Grenze zum Walfisch aufgefunden werden.

In der Nacht vom 4. zum 5. überschreitet Jupiter den Himmelsaquator und befindet sich fortan auf der Nordhalbkugel des Firmaments. Erst am 21. September 2016 wird er wieder auf die Südhalbkugel wechseln.  
Saturn

Saturn steuert rückläufig auf seine Oppositionsstellung zu, die er aber erst Anfang April erreichen wird. Der Ringplanet geht in den frühen Abendstunden auf und steigert seine Helligkeit leicht von 0,6 auf 0,5 mag. Der Planet kann im Sternbild Jungfrau aufgefunden werden.  
Die äußeren Planeten

Der 5,9 mag helle Uranus kann nur noch in der ersten Monatshälfte am Abendhimmel im Sternbild Fische aufgefunden werden. Im Teleskop erkennt man ein nur 3,5 Bogensekunden großes blaugrünes Planetenscheibchen.

Neptun steht am 17. im Sternbild Wassermann in Konjunktion mit der Sonne. Der am weitesten entfernte Planet ist daher nicht zu beobachten.
Himmelsereignisse im Februar 2011
Tag	Ereignis
-----------------------------------------------------------
01.	(44) Nysa in Opposition zur Sonne
03.	Neumond
04.	Mars in Konjunktion zur Sonne
11.	Mond im Ersten Viertel
12.	Mond bedeckt HR 1185 (6,1 mag),
	Mond bedeckt HR 1459 (6,0 mag)
14.	Valentinstag,
	Mond bedeckt HR 1951 (6,6 mag),
	Mond bedeckt HR 1961 (6,2 mag),
	Mond bedeckt HR 2436 (6,0 mag)
16.	Mond bedeckt 81 Gem (4,9 mag)
17.	Neptun in Konjunktion zur Sonne
18.	Vollmond
20.	Mond bedeckt 87 Leo
22.	Mond bedeckt 75 Vir (5,6 mag)
25.	Mond im Letzten Viertel,
	Merkur in oberer Konjunktion zur Sonne
26.	Mond bedeckt theta Oph (3,3 mag)
Planetoiden im Februar 2011
Verfolgung der Bewegung eines Planetoiden vor dem Sternenhimmel
(7) Iris erreichte am 24. des Vormonats ihre Opposition zur Sonne. Sie kann als maximal 8,1 mag helles Objekt im Sternbild Krebs aufgefunden werden.

(44) Nysa erreicht am 1. ihre Opposition zur Sonne. Sie kann als maximal 8,9 mag helles Objekt im Sternbild Löwe aufgefunden werden.

(3) Juno erreicht am 12. des Folgemonats ihre Opposition zur Sonne. Sie kann als maximal 9,0 mag helles Objekt im Sternbild Jungfrau aufgefunden werden.  
Meteore im Februar 2011
In den Februarnächten erscheinen nur zwei sehr schwache Meteorströme am Himmel. Die mit 23 km/s sehr langsamen Delta-Leoniden können vom 15. Februar bis zum 10. März beobachtet werden und erreichen ihr Maximum mit nur etwa 2 Meteoren pro Stunde am 24. Februar. Die ebenfalls recht langsamen (30 km/s) Februar-Leoniden erscheinen in der Zeit vom 1. bis zum 28. Februar und erreichen eine maximale Aktvität von nur 5 Meteoren pro Stunde. Ende des Monats tauchen vereinzelt die ersten Viginiden auf, die ihr Maximum erst im März erreichen.  
»Januar 2011 »März 2011
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