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Trans-Neptun-Objekte

Eisige Boten der Urzeit
Übersicht
Pluto & Charon
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Umlaufbahnen bekannter TNOs
In den vergangenen Jahren konnten einige hundert Trans-Neptun-Objekte (TNOs) entdeckt werden, die sich zum Teil weit hinter dem Neptun-Orbit befinden. Es wird vermutet, dass einige zehntausend Transneptune existieren, die Durchmesser von mehr als 100 Kilometern besitzen.

Typischer Weise besitzen diese Objekte elliptische Umfaufbahnen, die meist bis zu 5° gegen die Ekliptik geneigt sind. Einige laufen in Bahnen, deren Umlaufszeiten zu der des Neptuns im Verhältnis 3:2 (z.B. Pluto) oder 4:3 liegen. Objekte, die die Sonne im Resonanzverhältnis 3:2 umlaufen, werden auch Plutinos genannt.

Größtenteils befinden sich ihre Umlaufbahnen innerhalb des 30-50 Astronomische Einheiten (AE) entfernten Kuiper-Gürtels. Aus diesem Grund werden viele Transneptune auch häufig als Kuiper-Gürtel-Objekte (KBO, von englisch Kuiper Belt Object) bezeichnet.

Einige Objekte, wie beispielsweise Sedna, besitzen allerdings noch viel langgestrecktere Bahnen und stammen ursprünglich wahrscheinlich aus der Oortschen Wolke, die sich in ungefähr 75.000 AE Entfernung von der Sonne befindet.

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18 große Transneptune im Vergleich zu Erde und Mond
Die 10 größten bislang bekannten Trans-Neptun-Objekte sind »Eris, »Pluto, »Haumea, »Makemake, »Sedna, »Orcus, »Quaoar, 2002 TX300, 2002 AW197, »Varuna und »2004 XR190 (Buffy).

Es ist jedoch zu erwarten, das in Zukunft noch viele weitere Trans-Neptun Objekte entdeckt werden, die möglcherweise sogar größer als Pluto oder Eris sein könnten.

Name:
offiziell &
(inoffiziell)
Bezeichn.
(Nummer)
Durch-
messer
(km)
Ent-
fernung von der Sonne (AE)
Umlauf-
zeit um die Sonne (Erd-
jahren)
Exzen- trizität Neigung
der Bahn-
ebene zur Ekliptik
»Eris
(Xena)
2003 UB313
(136199)
3.000± 400 37,845- 97,545 556,97 0,441 44,179°
»Pluto (134340) 2.306± 20 29,646- 48,826 247,7 0,2444 17,14175°
»Haumea
(Santa)
2003 EL61
(136108)
ca. 2.200x 1.100 35,159- 51,524 285,3 0,189 28,194°
»Makemake
(Easterbunny)
2005 FY9
(136472)
1.800± 200 38,543- 52,778 308,54 0,156 28,998°
Charon S/1978 P1 1205± 2 29,646- 48,826 247,7 0,2444 17,14175°
»Sedna 2003 VB12
(90377)
1.180- 1.800 76,076- 900,324 10.787 0,84417 11,93°
»Orcus 2004 DW
(90482)
~1.500 30,639- 48,046 246a 281d 0,221 20,589°
»Quaoar 2002 LM60
(50000)
1.260± 190 42,008- 45,169 287a 284d 0,036 7,984°
»Ixion 2001 KX76
(28978)
<822;
(400- 550)
30,089- 49,243 249a 299d 0,241 19,586°
- 2002 TX300
(55636)
<709 37,802- 48,374 282a 307d 0,123 25,9°
- 2002 AW197
(55565)
700± 50 41,094- 53,544 325a 183d 0,132 24,402°
- 2002 UX25
(55637)
~910 36,47- 48,59 277a 138d 0,145 19,4°
»Varuna 2000 WR106
(20000)
1.060± 180-220 40,663- 45,132 280a 351d 0,052 17,2°
- 2002 MS4 730? ? ? ? ?
- 2003 MW12 730? 39,6193- 52,2625 311a 221d 0,1376 21,491°
- 2003 AZ84 700? ? ? ? ?
- 2002 TC302
(84522)
<1.211 39,015- 71,059 408,03 0,291 35,1°
»(Buffy) 2004 XR190
()
500-1.000 52,317- 61,752 430,732 0,083 46,754°

Name mittl. Dichte (g/cm3) Masse (kg) Rotations- periode Albedo Zeitpunkt 
der Ent-
deckung
schein.
Helligk.
(mag)
»Eris
(Xena)
? ? ? 0,55± 0,15
(thermal)
31.10. 2003 (bestätigt 2005) 18,8
»Pluto 2 1,25×1022 6d 9h 17min 34s sphärisch: 0,62
geom.: 0,4
18.02. 1930 13,7
»Haumea
(Santa)
2,6 - 3,3 3,9×1021 3h 55min 0,7± 0,1 07.03. 2003 17,7
»Makemake
(Easterbunny)
? ? ? 0,8± 0,2 31.03. 2005 17,4
Charon 1,71 1,62×1021 6,38725d 0,36 - 0,39 22.06. 1978 ?
»Sedna ? 1,7-6,1x1021 10h 16min 23s >0,2
(geschätzt)
14.11. 2003 20,5
»Orcus ? ? ? 0,1
(geschätzt)
17.02. 2004 ?
»Quaoar 2,0 1,0-2,6×1021 ? 0,10± 0,03 04.06. 2002 19
»Ixion ? ? ? 0,25 - 0,50 02.07. 2001 ?
2002 TX300 ? ? ? >0,19 15.10. 2002 ?
2002 AW197 ? ? ? 0,14 - 0,20 10.01. 2002 ?
2002 UX25 ? ? ? 0,08? 30.10. 2002 ?
»Varuna ? ? 6h 20min 0,12-0,30 28.11. 2000 ?
2002 MS4 ? ? ? 0,1
(geschätzt)
? ?
2003 MW12 ? ? ? 0,1
(geschätzt)
21.06. 2003 ?
2003 AZ84 ? ? ? 0,1
(geschätzt)
? ?
2002 TC302 ? ? ? >0,03 09.10. 2002 ?
-
»(Buffy)
? ? ? ? 11.12. 2004 ?
Entdeckungsgeschichte
Nach der Entdeckung des Pluto im Jahr 1930 begann man, nach einem weiteren 10. Planeten zu suchen. Die Bahnstörungen der Planeten Uranus und Neptun konnten zum damaligen Zeitpunkt noch nicht durch die bloße Anwesenheit von Pluto erklärt werden.

Der niederländische Astronom Gerard Perter Kuiper (1905-1973) vermutete bereits 1951, dass hinter der Neptun-Bahn ein Materie-Gürtel existiert, in dem Planetoiden und Kometenkerne um die Sonne kreisen.

Doch erst mit der fortschreitenden Entwicklung und Verbreitung von Großteleskopen und dem vermehrten Einsatz der digitalen CCD-Sensorik konnten solche Objekte in den vergangenen Jahren auch entdeckt werden. Im August 1992 wurde mit 1992 QB1 erstmals ein Planetoid aufgespürt, der seine Bahn außerhalb des Neptun-Orbits zieht.

In den folgenden Jahren wurden dutzende weitere Trans-Neptun-Objekte mit Durchmessern zwischen 100 und 400 Kilometern entdeckt. Besonderes Aufsehen erregte die Entdeckung eines besonders großen Transneptuns im Juni 2002. Das mit dem Namen Quaoar bezeichnete Objekt war etwa 1.000 Kilometer größer als der bis dahin größte bekannte Planetoid (1) Ceres.

Doch schon im November 2003 wurde Sedna in einer überwältigenden Rekord-Entfernung von 90 AE aufgefunden. Die Schätzungen des Sedna-Durchmessers ergaben, dass das Objekt fast so groß wie Pluto sein könnte. Sofort riefen erste übereilte Stimmen die Entdeckung des 10. Planeten aus. Aufgrund des sehr langgestreckten und ungewöhnlichen Orbits wurde dieser Status von vielen Wissenschaftlern jedoch nicht akzeptiert.

Schließlich wurde erneut im Sommer 2005 ein weiteres Objekt in der Presse als 10. Planet gehandelt. Der entdeckte Transneptun Eris war seiner Durchmesser-Bestimmung zufolge mit Sicherheit größer als Pluto.

Im Sommer 2006 schaffte die Internationale Astronimsche Union mit der Neudefinition des Begriffs Planet Klarheit darüber, welche Objekte im Sonnensystem zu den Planeten gezählt werden. Demnach besitzt das Sonnensystem nur noch 8 Planeten. Pluto und Eris zählen fortan zu den Zwergplaneten. Später wurden auch Makemake und Haumea offiziell dieser Himmelskörper-Klasse zugeordnet.
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