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Perseiden

Sternschnuppenschauer im August
Sommerliches Naturschauspiel
Aufnahme mehrerer über den Himmel flitzender Meteore
Die Perseiden sind die wohl am besten beobachteten Meteore, die im jährlichen Rhytmus zuverlässig wieder auftauchen und neben den Geminiden der wohl eindrucksvollste Sternschnuppen-Schauer der nördlichen Hemisphäre.

Die im Volksmund auch unter der Bezeichnung Laurentius-Tränen bekannten Meteore erscheinen Mitte August - also zu einer Zeit, in der es recht komfortabel ist, Sternschnuppen am frühen Morgen zu beobachten. Zwar ist die Nacht in dem Sommermonat recht kurz, der Himmel wird jedoch für einige Stunden dunkel genug, um auch schwache Meteore erkennbar werden zu lassen.

Einen möglichst dunklen mondlosen Himmel, uneingeschränkte und klare Sicht vorausgesetzt, können Himmelsbeobachter jedes Jahr im August bis zu 100 Perseiden pro Stunde beobachten - eine eindrucksvolle Naturvorstellung.
Beobachtung des Sternschnuppen-Schauers
Perseiden am Abendhimmel

einzelner heller Meteor
Der Radiant der Perseiden ist in Mitteleuropa zirkumpolar, das heißt er geht die gesamte Nacht über nicht unter. Somit sind die Perseiden auch schon zu Beginn der Nacht zu sehen.

Am Abendhimmel können jedoch nur wenige Meteore beobachtet werden. Der Beobachter befindet sich zu dieser Zeit auf der dem Partikelstrom abgewandten Seite der Erde und der Radiant liegt noch sehr flach über dem Horizont. Vereinzelt erscheinende Sternschnuppen ziehen allerdings besonders lange Bahnen über den abendlichen Himmel und bestechen durch besondere Farbvielfalt.

Die Meteoroiden treten nicht steil in die Luftschichten über dem Beobachtungsort ein, sondern tauchen mit einem extrem flachen Winkel in die obereren dünnen Atmosphärenschichten ein und verglühen dadurch sehr langsam. Teilweise streifen sie die Erdatmosphäre sogar nur. Sie hüpfen dann über die Lufthülle wie Steine über einen See. Diese an der Erde vorbei schrammenden Meteoroiden sind jedoch recht selten.

Starke Aktivität nach Mitternacht

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Radiant der Perseiden

Die beste Beobachtungszeit der Perseiden sind die frühen Morgenstunden von Mitternacht bis kurz vor Einbruch der Morgendämmerung. Dann bewegt sich der Beobachter auf der Erdoberfläche mit der Bewegung der Erde um die Sonne in den Schweif des Kometen Swift-Tuttle hinein und zahlreiche über den Nachthimmel flitzende Sternschnuppen können bewundert werden.

Es ist nicht nötig eine bestimmte Richtung des Himmels anzuvisieren, da Sternschnuppen überall aufauchen können.
Reise durch den Kometen-Schweif
Die Erde durchquert in jedem August die zentralen Bereiche des Schweifs des Kometen Swift-Tuttle
Der kosmische Lichterregen der Perseiden beginnt für gewöhnlich Mitte Juli. Die Erde bewegt sich zu dieser Zeit auf ihrer Bahn um die Sonne in die äußeren Bereiche einer langgestreckten Staubwolke hinein, die sich entlang der elliptischen Umlaufbahn des Kometen 109P/Swift-Tuttle um die Sonne bewegt.

Hierbei handelt es sich um den Staubschweif, der dem Kometenkern auf seiner Umlaufbahn folgt. Wenn die Erde den Schweif durchquert, treffen winzige Partikel auf deren Atmosphäre und verglühen dabei mit einer kurzen aber reizvollen Leuchterscheinung.
Ursprung der Perseiden
Gerald Rhemann
Komet Swift-Tuttle bei seiner letzten Annäherung an die Sonne im Jahr 1992
Der Mutterkomet der Perseiden, 109P/Swift-Tuttle, wurde im Jahre 1862 von den Amerikanern Lewis Swift und Horace Tuttle unabhängig voneinander entdeckt.

Drei Jahre später behauptete Giovanni Schiaparelli (bekannt durch die Mars-Kanäle), dass es sich bei den Perseiden-Sternschnuppen um den Schweif des Kometen Swift-Tuttle handeln muss. Er erkannte, dass Kometen der Erde sehr nahe kommen können, erregte damit jedoch keine Besorgnis. Dass diese Objekte eine ernst zu nehmende Gefahr darstellen, ist erst seit Anfang der 1980er Jahre weitgehend akzeptiert.

Einige Zeit lang ging man aufgrund von Bahnberechnungen davon aus, dass der Komet Swift-Tuttle die Erde im Jahr 2126 treffen könnte. Der Kometenkern besitzt ähnlich bedrohliche Ausmäße wie das Objekt, das vor 65 Millionen Jahren mit einem Aufschlag auf der Halbinsel Yucatan höchstwahrscheinlich zum Aussterben der Dinosaurier und anderer Arten sorgte. Neueren Berechnungen zufolge wird der Komet die Erde jedoch knapp verfehlen.

Swift-Tuttle, dessen Umlaufzeit um die Sonne etwa 130 Jahre beträgt, näherte sich unserem heißen Zentralgestirn zuletzt in den Jahren 1862 und 1990 an. Nach der letzten Perihel-Passage kam es daher in den frühen 1990er Jahren auch zu einem deutlichen Anstieg der Aktivität dieses Meteorstromes. In den Jahren 1991, 1992 und 1993 erschien zum Maximum jeweils ein kurzer starker Aktivitätsausbruch mit mehreren Hundert Meteoren pro Stunde.

Nachdem sich der Komet nun aber wieder weitgehend von der Sonne entfernt hat, nahm auch die Aktivität der Perseiden erneut ein normales Maß an. Das Maximum verteilt sich derzeit regulär auf einen Zeitraum von ungefähr 12 Stunden.
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