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21.01.2019

Günstig zu beobachtende totale Mondfinsternis im Januar
Am 21. Januar 2019 ereignet sich eine totale Mondfinsternis. Der Mond wird dabei 1 Stunde und 2 Minuten lang im Kernschatten der Erde versinken und in dieser Zeit nur noch in einem kupferroten Licht erscheinen.
Beobachtung im deutschsprachigen Raum
Im deutschsprachigen Raum kann diese Finsternis fast in ihrer vollen Länge beobachtet werden. Der Mond geht unter, kurz nachdem er vollständig aus dem Kernschatten der Erde ausgetreten sein wird.

Ort Monduntergang (MESZ)
Berlin 08:16 h
Hamburg 08:35 h
Hannover 08:31 h
Dresden 08:08 h
Köln 08:34 h
Frankfurt/Main 08:25 h
Stuttgart 08:18 h
München 08:05 h
Salzburg (A) 07:58 h
Graz (A) 07:46 h
Wien (A) 07:46 h
Zürich (CH) 08:15 h
Bern (CH) 08:18 h
Genf (CH) 08:21 h
Verlauf der Finsternis
Die totale Mondfinsternis vom 21. Januar 2019 beginnt mit dem Eintritt des Mondes in den Halbschatten der Erde. Der Vollmond berührt die Penumbra (Halbschatten der Erde) erstmals um 03:36 h Mitteleuropäischer Zeit (MEZ). Zu Beginn des Ereignisses steht der Mond mehr als 40 Grad hoch über dem WSW-Horizont.

Der Eintritt des Mondes in die Penumbra ist allerdings generell nicht zu beobachten, da der Halbschatten der Erde nach außen hin schwächer wird und keine sichtbare Abgrenzung besitzt. Das Eintauchen des Mondes in den Halbschatten ist daher erst frühestens eine halbe Stunde später zu erkennen - die Abnahme der Oberflächenhelligkeit im Halbschatten fällt aber selbst geübten Beobachtern kaum auf. Erst mit dem Voranschreiten der Finsternis wird zu erkennen sein, wie sich ein leichter dunkler Schleier aus südöstlicher Richtung über den noch immer hell leuchtenden Mondglobus zieht.

Der bedeutsame Teil dieser Finsternis beginnt mit dem Eintauchen des Mondes in den Kernschatten der Erde - der Mondglobus berührt um 04:33 h erstmals den von der Sonne wegzeigenden spitz zulaufenden zentralen Schattenkegel unseres Planeten.

Von nun an nimmt die Helligkeit der innerhalb der Umbra (Kernschatten der Erde) befindlichen Bereiche der Mondoberfläche deutlich erkennbar ab und es ist zu beobachten, wie am südöstlichen Rand des Mondes eine vorerst kleine, im Laufe der Zeit scheinbar immer weiter anwachsende dunkle Ausbeulung entsteht.

Der Himmelskörper befindet sich zu dieser Zeit noch mehr als 30 Grad über dem westlichen Horizont. Während der darauffolgenden Stunden nimmt die Höhe des Mondes nach und nach ab und beträgt zum Ende der Kernschattenphase weniger als 5 Grad.

Der Mond dringt immer tiefer in den Kernschatten der Erde ein, bis er darin um 05:41 h vollständig eingetaucht sein wird. Der total verfinsterte Himmelskörper erscheint dann allerdings nicht vollständig dunkel - ähnlich wie bei einem Sonnenuntergang brechen sich in der Erdatmosphäre vorwiegend rote Sonnenstrahlen, die den Mond erreichen und seine Oberfläche in Farbnuancen von fahlem Kupferrot bis zu strahlendem Orange tauchen.

Auf seiner scheinbaren Bahn am Himmel bewegt sich unser Trabant während der totalen Phase durch nördliche Bereiche des Kernschattens. Zur Finsternismitte um 06:12 h befindet sich die südliche Hemisphäre des Mondes nahe des Kernschattenzentrums. Es sollte daher eine Zunahme der Oberflächenhelligkeit zum nördlichen Bereich der Mondscheibe hin zu beobachten sein.

Die Größe dieser Finsternis beträgt 119,53%, d.h. der Mond befindet sich maximal knapp das 1,2fache seines scheinbaren Durchmessers tief im Kernschatten der Erde. Die vollständige Verfinsterung dauert insgesamt 1 Stunde und 2 Minuten an. Während der Totalität erscheint der Sternenhimmel sehr viel dunkler als zuvor und es lassen sich unzählige schwache Himmelobjekte mit dem bloßen Auge ausmachen.

Um 06:43 h endet die Totalität dieser Finsternis, wenn der noch fast 15 Grad hoch am Himmel stehende Mond wieder den Rand des Kernschattens erreicht. Kurz danach setzt die Morgendämmerung ein.

Nach und nach bewegt sich der Mond aus dem dunklen zentralen Schatten heraus, um wieder sein helles Antlitz preiszugeben. Die erneute partielle Phase dauert bis um 07:50 h an. Danach wird unser kosmischer Begleiter vollständig aus dem Kernschatten ausgetreten sein.

Schließlich wird noch einmal eine Halbschattenphase durchlaufen. Der Untergang des Mondes erfolgt bereits vor dem Ende der Finsternis um etwa 08:15 h (abhängig vom Beobachtungsort) am WNW-Horizont.
Lunarer Schattentanz
Pfad des Mondes durch den Schatten der Erde während der totalen Mondfinsternis vom 15. Juni 2011 - alle Zeitangaben in MESZ
astrocorner.de
Pfad des Mondes durch den Schatten der Erde während der totalen Mondfinsternis vom 21. Januar 2019 - alle Zeitangaben in MEZ

Die totale Mondfinsternis vom 21. Januar 2019 ist die 27. von 73 Mitgliedern des Saros-Zyklus 134.
Allgemeine Informationen
Ereignis Zeit in MEZ
Eintritt des Mondes in den Halbschatten 03h36m
Eintritt des Mondes in den Kernschatten 04h33m
Beginn der Totalität 05h41m
Mitte der Finsternis 06h12m
Ende der Totalität 06h43m
Austritt des Mondes aus dem Kernschatten 07h50m
Austritt des Mondes aus dem Halbschatten 08h48m
Magnitude 1,1953
Kernschattenphase (teilweise) beobachtbar in zentr. Pazifik, N- & S-Amerika, Europa, Afrika
Dauer der totalen Verfinsterung 1 Stunde 2 Minuten
Dauer der partiellen Verfinsterung 3 Stunden 17 Minuten

Globale Sichtbarkeitsbedingungen der partiellen Mondfinsternis vom 16. August 2008
astrocorner.de
Globale Sichtbarkeitsbedingungen der totalen Mondfinsternis vom 21. Januar 2019 - im Nordwesten Europas kann der gesamte Verlauf der Finsternis verfolgt werden, in Mitteleuropa geht der Mond bereits kurz vor dem Ende der Finsternis unter
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