Die partielle Mondfinsternis vom 16. Juli 2019 beginnt mit dem Eintritt des Mondes in den Halbschatten der Erde. Der Vollmond berührt die Penumbra (Halbschatten der Erde) erstmals um 20:43 h Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ). Zu Beginn des Ereignisses steht der Mond noch unter der Horizontlinie.
Für die meisten Beobachter in Mitteleuropa beginnt die Finsternis erst mit dem Aufgang des bereits verfinsterten Mondes um etwa 21:15 h (abhängig vom Beobachtungsort) am Abendhimmel. Zur gleichen Zeit geht die Sonne am gegenüberliegenden Horizont unter. Mit dem Voranschreiten der Finsternis wird in der Abenddämmerung zu erkennen sein, wie sich ein leichter dunkler Schleier aus nordöstlicher Richtung über den Mondglobus zieht.
Der bedeutsame Teil dieser Finsternis beginnt mit dem Eintauchen des Mondes in den Kernschatten der Erde - der Mondglobus berührt um 22:01 h erstmals den von der Sonne wegzeigenden spitz zulaufenden zentralen Schattenkegel unseres Planeten.
Von nun an nimmt die Helligkeit der innerhalb der Umbra (Kernschatten der Erde) befindlichen Bereiche der Mondoberfläche deutlich erkennbar ab und es ist zu beobachten, wie am nordöstlichen Rand des Mondes eine vorerst kleine, im Laufe der Zeit scheinbar immer weiter anwachsende dunkle Ausbeulung entsteht.
Der Himmelskörper befindet sich zu dieser Zeit nur wenige Grad über dem südöstlichen Horizont. Während der darauffolgenden Stunden nimmt die Höhe des Mondes weiter zu und erreicht bis zum Ende der Kernschattenphase etwas mehr als 15 Grad.
Zur Finsternismitte um 23:30 h befindet sich der südliche Rand des Mondes noch außerhalb des Kernschattens und erscheint somit hell beleuchtet. Allerdings wird der Mond bis dahin mit immerhin 65,31% seines scheinbaren Durchmessers in die Umbra eingedrungen sein.
Im weiteren Verlauf der Finsternis bewegt sich der Mond nach und nach aus dem dunklen zentralen Schatten heraus, um wieder sein helles Antlitz preiszugeben. Die partielle Phase dauert noch bis um 00:59 h an.
Danach wird unser kosmischer Begleiter vollständig aus dem Kernschatten ausgetreten sein - nun erhellt er die Nacht wieder als strahlender Vollmond.
Schließlich wird noch eine Halbschattenphase durchlaufen. Zum Ende der Finsternis um 02:17 h steht der Mond etwas mehr als 15 Grad hoch über dem S-Horizont. |