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21.01.2000

Totale Mondfinsternis
Roter Mond in den frühen Morgenstunden
Dunkelrot scheinender Mond am 21. Januar 2000
In den frühen Morgenstunden des 21. Januar 2000 konnte von einem großflächigen Gebiet von Westeuropa bis zum westlichen Amerika aus eine totale Verfinsterung unseres Mondes beobachtet werden. Der Mond versank für 77 Minuten im Kernschatten der Erde und leuchtete während dieser Zeit in einem schwachen orangenen bis kupferroten Licht.

In Deutschland verhinderten größtenteils Wolken den Blick zum total verfinsterten Erdtrabanten, lediglich im Norden riß der Himmel ausreichend auf, um das seltene Himmelsspektakel erkennen zu lassen. Tausende beobachteten das Ereignis auch am Computer dank zahlreicher Live-Übertragungen im Internet.

Der Mond erschien während der Totalität relativ hell. Aufgrund vergleichsweise weniger Schmutzpartikel in der hohen Erdatmosphäre kann diese Finsternis auf der Danjon-Helligkeitsskala mit '3' eingeordnet werden. '1' steht demzufolge für ausgesprochen dunkle Finsternisse, '4' für besonders helle Eklipsen.

Die nächste totale Mondfinsternis wird am 16. Juli 2000 zu beobachten sein, dann jedoch nicht von Deutschland aus. In Mitteleuropa werden wir erst wieder in knapp einem Jahr, und zwar am 9. Januar 2001 mit einem solchen Ereignis verwöhnt.
Ablauf der Finsternis
Der Mond, der sich zu Beginn der Finsternis im Westsüdwesten befand, berührte um 03h03 MEZ erstmals den Halbschatten der Erde. Fast eine Stunde später war er darin völlig versunken. Bis zu diesem Zeitpunkt war lediglich eine schwache Helligkeitsabnahme zum Kernschattenzentrum hin zu beobachten, der Beginn der Finsternis war also fast nicht zu erkennen.

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Erst um 04h01 MEZ berührte der Mond dann endlich den Kernschatten der Erde. Während des langsamen Eintritts in diesen zentralen Schattenbereich war eine deutliche Helligkeitsabnahme auf der Mondoberfläche zu erkennen. Als der Mond um 05h05 MEZ vollständig im Kernschatten versunken war, erschien seine Oberfläche orange bis kupferrot, zum Rand des Kernschattens hin heller. Er wurde innerhalb des Kernschattens jedoch nicht vollständig verfinstert, da sich in der dichten Erdatmosphäre noch einzelne, besonders die roten Spektralbereiche des Sonnenlichts brachen und auf die Mondoberfläche fielen.

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Durchquerung des Erdschattens

Da unser kosmischer Trabant etwas südlich des Kernschattenzentrums der Erde vorüberwanderte und somit den dunkelsten Bereich des Erdkernschattens nicht durchlief, erschien uns der total verfinsterte Mond relativ hell, da es kurz zuvor auf der Erde zu keinem starken Vulkanausbruch gekommen war.

Etwa 10 Minuten nach der Finsternismitte begann bereits die Morgendämmerung. Um 06h22 war die totale Verfinsterung beendet. Der Mond bewegte sich nun wieder langsam aus dem Kernschatten in den Halbschatten und schließlich auch aus diesem heraus. Aufgrund der fortgeschrittenenen Morgendämmerung war diese Phase völlig unbeobachtbar. Die Finsternis war um 08h24 MEZ, also kurz nach Monduntergang vollständig beendet.
Allgemeine Informationen
Ereignis Zeit
Eintritt des Mondes in den Halbschatten 03h02,9 MEZ
Eintritt des Mondes in den Kernschatten 04h01,4 MEZ
Beginn der totalen Verfinsterung 05h04,6 MEZ
Mitte der Finsternis 05h43,5 MEZ
Beginn der astronomischen Morgendämmerung 05h53   MEZ
Ende der totalen Verfinsterung 06h22,3 MEZ
Austritt des Mondes aus dem Kernschatten 07h25,4 MEZ
Monduntergang (für 50° nB, 10° öL) 08h16   MEZ
Austritt des Mondes aus dem Halbschatten 08h24,1 MEZ
Totalität beobachtbar in Amerika, Atlantischer Ozean, fast ganz Afrika, Mittel- und Westeuropa, Skandinavien, Westasien, Grönland, Arktis, Teile des Pazifiks
Dauer der totalen Verfinsterung 1 Stunde 17,7 Minuten
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