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Lexikon

Astronomisches Lexikon
M...
MA-Okular

verbessertes Kellner-Okular mit vergrößertem Eigengesichtsfeld und besserer Farbkorrektur

Magnetfeld

Das Magnetfeld unseres Planeten ist in guter Näherung das eines Stabmagneten. Die magnetischen Pole sind jedoch nicht identisch mit den geographischen Polen der Erde. Eine Kompassnadel zeigt deshalb nicht genau gegen Norden. Die Feldstärke am Boden in Mitteleuropa beträgt etwa 22 Mikrotesla. Durch die Ablenkung von geladenen Teilchen aus dem Weltraum zu den Magnetpolen hin entstehen die Polarlichter. Neben der Erde haben auch andere Planeten ein deutliches Magnetfeld: Merkur, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun.

Magnetische Veränderliche

(alpha2 Canum Venaticorum-Sterne) Magnetisch veränderliche Sterne zeigen eine geringfügige periodische Schwankung ihrer Helligkeit, die mit einer Änderung der Magnetfeldstärke einhergeht. Dies wird vor allem bei A0 bis A5 Sternen beobachtet.

Magnetischer Schweif

Vom vorbeiströmenden Sonnenwind verursachte schweifartige Ausweitung der Magnetosphäre auf der Nachtseite eines Planeten.

Magnetosphäre

Die Magnetosphäre ist der Weltraum um einen Planeten, in dem die physikalischen Vorgänge durch die Wirkung des planetaren Magnetfelds auf die meist aus dem Sonnenwind stammenden Elektronen und Protonen bestimmt wird. Siehe auch unter magnetischer Schweif.

Mariner

Frühes amerikanisches Raumsondenprogramm zur Erforschung der erdähnlichen Planeten. Mariner 4 lieferte die ersten Funkbilder der Marsoberflaeche in der Geschichte. Mariner 9 kartierte den Mars erstmals vollstaendig mit Funkbildern. Mariner 10 erforschte Venus und Merkur. Mariner 10 erreichte den Merkur am 29. Maerz 1974.

Mars

Der rote Planet ist etwa halb so gross wie die Erde. Durch das Teleskop erkennen wir helle und dunkle Strukturen. Manchmal verhüllt er sich in (Staub-) Wolken. Eine Taglänge von 24.6 Stunden verstärkt den erdähnlichen Eindruck noch mehr. Doch die so gut wie immer weit unter dem Gefrierpunkt liegenden Temperaturen, die mit einem Bodendruck von nur wenigen Millibar sehr dünne Atmosphäre und die Seltenheit von flüssigen Wasser, machen Mars zu einem ungastlichen Ort. Alte Flusstäler, riesige Überschwemmungsgebiete, gigantische Schichtvulkane und tiefe Schluchten zeugen von einer bewegten Vergangenheit, bei der auch fliessendes Wasser eine Rolle gespielt hat. Die Frage, ob es auf Mars einmal Leben gab oder sogar noch gibt, ist Gegenstand aktueller Forschung. Man denke nur an den Marsmeteoriten. Möglicherweise ist der Mars einmal via Meteoriten von der Erde infiziert worden, oder geschah es sogar umgekehrt? Vielleicht kam das Leben auch von der Venus, die vor 3.5 - 4 Mia. Jahren noch Ozeane hatte, auf Erde und Mars? Das sind sehr spannende Fragen. Man hofft in den ersten beiden Jahrzehnten des 21. Jahrhunderts der Antwort ein gutes Stück näher zu kommen.

Mars Express

Europäischer Marssatellit. Er ist der erste europäische Satellit, der einen anderen Planeten als die Erde umkreist. Besonders die multispektralen Stereobilder des Satelliten eröffnen neue Einsichten in Aufbau und Geschichte des Mars. Das mitgeführte Landegerät Beagle2 versagte hingegen.

Masse-Leuchtkraft-Beziehung

Für den Hauptreihenstern im Gleichgewicht gilt in grober Näherung, dass seine Leuchtkraft proportional zur dritten Potenz seiner Masse ist.

Mehrfachstern

Sternsystem, das aus zwei oder mehr Sternen (Komponenten) besteht, die physikalisch zusammengehören und sich um einen gemeinsamen Schwerpunkt bewegen; wenn sie sich hierbei gegenseitig bedecken, gehören sie u. U. zu den Veränderlichen Sternen; können die (oft verschieden farbigen) Komponenten im Teleskop getrennt werden, spricht man von einem visuellen Mehrfachstern

Meridian

Mittags- oder Südlinie; gedachter Kreis am Himmel, der durch den Zenit, die zwei Himmelspole und damit auch durch den Nadir, den Nord- und Südpunkt am Horizont geht; ein kulminierendes Gestirn passiert den Meridian von Ost nach West und erreicht gleichzeitig seinen höchsten Stand über dem Horizont

Merkur

Der der Sonne am nächsten gelegene Planet ist eine luftleere, mit Kratern bedeckte Einöde wie der Mond. Bemerkenswert ist jedoch, dass Merkur ein Magnetfeld aufweist. Merkur kann nur unter besonders günstigen Bedingungen während wenigen Wochen im Jahr ohne besonderen Aufwand beobachtet werden. Er steht dann entweder am Abendhimmel in westlicher oder am Morgenhimmel in östlicher Richtung als heller Stern nur wenig über dem Horizont. Im Fernrohr sieht man ihn dann als Halbmöndchen oder auch etwas voller. Oberflächendetails sind auch in grösseren Teleskopen kaum erkennbar.

Messier-Katalog

Verzeichnis von 110 Sternhaufen und Nebel; zusammengestellt vom französischen Astronomen Charles Messier (1730-1817); veröffentlicht 1781 

MESZ

Abkürzung für Mitteleuropäische Sommerzeit. Sie ist unsere Zeit - also das was unsere Uhren anzeigen - in den Monaten April bis Oktober. Sie geht der Weltzeit GMT um zwei Stunden vor. Gegenüber der Winterzeit MEZ geht die MESZ um eine Stunde vor.

Meteor

Ein Meteor ist die beim Einfall aus dem Weltraum und anschliessendem Verglühen eines Meteoroid (Steinchens, Eisenstücks oder dergleichen) auftretende Leuchterscheinung (= Sternschnuppe).

Meteorit

kosmischer Kleinkörper, oftmals Kometenstaub, der bei seiner Abbremsung durch den Luftwiderstand der Erdatmosphäre die Leuchterscheinung einer Sternschnuppe hervorruft und die Erdoberfläche erreicht 

Meteoroid

Kleinstkörper des Sonnensystems, größtenteils vermutlich Überreste von Kometen; ein Meteoroid wird beim Eintritt in die Erdatmosphäre als Meteor (Sternschnuppe) sichtbar; größere Brocken die unverglüht die Erdoberfläche erreichen nennt man Meteoriten 

Meteorströme

zu bestimmten Zeiten des Jahres gehäuft auftauchende und vorhersagbar jährlich wiederkehrende periodische Erscheinungen von Meteoren (Sternschnuppen); die Erde passiert dabei einen Schwarm von Meteoroiden, die sich in einer Sonnenumlaufbahn befinden und die Bahn der Erde kreuzen; beim Eintritt in die Erdatmosphäre werden Leuchterscheinungen hervorrufen; benannt nach den Sternenbildern aus denen die Meteore zu kommen scheinen 

Meter

Früher war der/das Meter gleich der Länge eines Platin-Iridium-Stabes in Paris. Heute wird ein Meter so festgelegt, dass die Lichtgeschwindigkeit exakt 299'792'458 m/s beträgt.

MEZ

Abkürzung für Mitteleuropäische Zeit. Sie ist unsere Zeit - also das was unsere Uhren anzeigen - in den Monaten November bis März. Sie geht der Weltzeit GMT um eine Stunde vor.

Milchstraßensystem

= Galaxis; spiralförmiges Sternsystem (= Galaxie), zu dem die Sonne (samt Sonnensystem) neben rund 200 Mrd. anderen Sternen gehört

Millenium

Millenium bedeutet Jahrtausend. Da es in der Kalenderrechnung kein Jahr 0 gab, beginnt das 3. Jahrtausend erst am 1.1.2001 und endet am 31.12.3000.

Mir

Russische Raumstation. Sie umkreiste von 1986 bis 2001 die Erde. Sie wurde modular ausgebaut und kann als Vorgänger der heutigen internationalen Raumstation ISS bezeichnet werden.

Mira-Sterne

Die nach Mira benannten pulsierend veränderlichen Sterne sind rote Riesen, die ihre Leuchtkraft mit einer Periode von ca. 100 bis 1000 Tagen um einen Faktor 10 - 200 ändern können. Mira selbst ändert im Laufe von 11 Monaten ihre scheinbare Helligkeit von ca. 3.-4. Grösse (von blossem Auge gut zu sehen) nach 9.Grösse (Amateurteleskop notwendig) und wieder zurück.

Mitte-Rand-Verdunklung

Die Sonne zeigt beim Blick durch ein für die Sonnenbeobachtung ausgerüstetes Teleskop einen deutlichen Lichtabfall von der Mitte zum Sonnenrand. Dieses Phänomen wird Mitte-Rand-Verdunklung genannt. Da die Sonne rotiert, sehen wir immer andere Gebiete der Sonnenoberfläche. Doch die Mitte-Rand-Verdunklung bleibt. Deshalb muss sie eine grundsätzliche, vom Standort des Beobachters unabhängige Eigenschaft der Sonne sein. Diese Mitte-Rand-Verdunklung erklärt sich dadurch, dass die Sonnenoberfläche (Photosphäre) ein nur über eine beschränkte Distanz durchsichtiges, leuchtendes Gas ist, das mit zunehmender Tiefe immer heisser und heller wird. Eine glühender fester Körper würde keine Mitte-Rand-Verdunklung zeigen. Die Photosphäre ist eine ca. 300 km dicke Gasschicht, deren Temperatur mit der Höhe abnimmt. Ihre Durchsichtigkeit nimmt mit der Höhe zu. In der Sonnenmitte blicken wir senkrecht auf die Photosphäre und unser Blick dringt in relativ tiefe, heisse und deshalb helle Schichten. Bei sehr flachen Blickwinkel - also gegen den Sonnenrand hin - dringt unser Blick weniger tief ein und wir sehen etwas kühlere und deshalb weniger helle Schichten.

Mittelpunktsgleichung

Fachterminus aus der Theorie der Keplerbewegung eines Himmelskörpers: Da die Bewegung auf einer ungestörten Bahnellipse periodisch ist, läßt sich der Bahnort als Funktion der Zeit als Fourierreihe darstellen: Die Differenz zwischen mittlerer Anomalie M und wahrer Anomalie w, die sogenannte Mittelpunktsgleichung lautet dann bis zur zweiten Ordnung der Exzentrizität e: w - M = 2e*sin (M) + 1.25*e*e*sin(2M) + ... Für das Verhältnis von Abstand zum Brennpunkt r zur großen Halbachse a: r/a = (1 + 0.5*e*e) - e*cos(M) - 0.5*e*e*cos(2M) + ... Für die Erdbahn e=0.0167 betrüge der Fehler nur 1 Bogensekunde, wenn nicht andere Planeten die Bahn stören würden.

Mittlere Anomalie

In der ungestörten, elliptischen Bewegung eines Himmelskörpers um einen anderen versteht man unter dem Winkel Mittlere Anomalie das Produkt aus der Winkelgeschwindigkeit "Mittlere Bewegung" und der Zeit, die seit dem letzten Periheldurchgang verstrichen ist.

Mittlere Bewegung

In der ungestörten elliptischen Bewegung eines Himmelskörper um einen anderen versteht man unter mittlerer Bewegung die Winkelgeschwindigkeit, mit der sich ein fiktiver Körper auf einer Kreisbahn mit derselben Umlaufzeit bewegen würde.

Mittlere Sonnenzeit

Ein Zeitmaß, das auf der fiktiven in einem Jahr gleichmäßig über die Himmelskugel wandernde Sonne bezogen wird, unter der weiteren Annahme einer gleichförmig rotierenden Erde.

Mittlerer Ort

Der mittlere Ort ist die geozentrische Position bezüglich des mittleren Äquators und einem Äquinoktikum einer Standardepoche, auf einer um die Sonne zentrierten Himmelskugel. Um den mittleren Ort zu berechnen, wird der gemessene Ort bezüglich der Effekte von Refraktion, geometrischer und stellarer Parallaxe und stellarer Aberration und durch Umrechnung der Koordinaten auf den mittleren Äquator und ein Standardäquinoktikum korrigiert. Beim Übertrag in einen Sternkatalog ist es üblich, die säkulare Aberration nicht zu korrigieren.

Mondalter

[Einheit: Tage]: die seit dem jeweils letzten Neumond verflossene Zeit; es kann maximal 29,53 Tage (sog. synodische Periode) betragen

Mondphasen

Lichtgestalten des Erdsatelliten, wobei vier Hauptphasen unterschieden werden: Neumond (Mond vor der Sonne) - Erstes Viertel (rechte Mondhälfte beleuchtet) - Vollmond (Erde zwischen Mond und Sonne) - Letztes Viertel (linke Mondhälfte beleuchtet) 

Montierung

Als Montierung wird das Gestell oder Stativ bezeichnet, auf das ein Fernrohr gesetzt wird. Man unterscheidet zwischen azimutaler Montierung und parallaktischer Montierung. Beim ersten Typ kann das Fernrohr horizontal nach links und rechts und lotrecht rauf und runter bewegt werden. Die Fernrohre auf Aussichtspunkten sind so aufgestellt. Die parallaktische Montierung wird der Himmelsäquator zum Horizont. Das Fernrohr wird also so gekippt, daß die Achse um die horizontal gedreht wurde nicht mehr senkrecht nach oben zeigt, sondern zum Himmelspol. Die Vorteile für die Himmelsbeobachtung sind, daß einerseits die Himmelskoordinaten direkt eingestellt werden können und andererseits nur eine Achse bewegt werden muß, um die scheinbare tägliche Bewegung der Gestirne nachzuführen.

Morgenstern

Planet Venus, wenn er bereits vor der Sonne aufgeht und somit am Morgenhimmel als auffallend hell leuchtendes sternförmiges Objekt gesehen werden kann

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