Satellit
Bezeichnung für den natürlichen, nicht selbstleuchtenden Begleiter eines Himmelskörpers (z.B. Mond eines Planeten) als auch für künstlich geschaffene Begleiter (z.B. Kommunikationssatellit)
Schmidt-Cassegrain
Teleskopbauart; Kombination eines Cassegrain-Spiegelteleskops und einer Schmidt-Kamera; bei dieser Art von Spiegelteleskop muß das Licht zunächst durch eine Korrekturplatte am vorderen Tubusende, wird dann vom Hauptspiegel auf den Sekundärspiegel reflektiert und von dort wieder zurück in Richtung Hauptspiegel geworfen; dort geht es durch ein in der Mitte des Hauptspiegel befindliches Loch; hinter dem Loch sitzt der Okularauszug; das Licht läuft also dreimal durch den Tubus; Vorteil: Der Tubus ist halb so lang wie bei einem Newton und einfach zu transportieren; Nachteil: der Sekundärspiegel ist größer als beim Newton, es entsteht eine größere Abschattung (Obstruktion) des Hauptspiegels; durch Brechungseffekte an den Rändern des großen Sekundärspiegels wird das Bild unscharf, außerdem besitzen die SC-Teleskope bauartbedingt Öffnungsverhältnisse um 1:10
schwarzes Loch
Überrest eines massereichen Sterns, dessen Dichte so hoch und sein Gravitationsfeld so stark ist, das keinerlei Materie oder Strahlung mehr nach außen dringt; das Vorstadium zum Schwarzen Loch ist wahrscheinlich eine Supernovaexplosion; nach neuesten Erkenntnissen befindet sich im Zentrum unserer Milchstraße ein solches Schwarzes Loch das langsam die näheren Sterne verschluckt
Shapley-Linse
siehe Focalreducer
siderische Periode
Zeitspanne, die ein Gestirn für eine Rotation oder einen Umlauf benötigt, um (auf einen Stern bezogen) wieder dieselbe Position einzunehmen
Sommerdreieck
Konstellation, die aus den Hauptsternen der Sternbilder Schwan (Deneb), Leier (Wega) und Adler (Atair) willkürlich gebildet wurde und in unseren Breiten am sommerlichen Abendhimmel im Süden steht
Sonnenfinsternis
bei einer Sonnenfinsternis befinden sich Sonne, Mond und Erde in exakt einer Linie; der Mondschatten fällt auf die Erdoberfläche und eine (partielle bzw. totale) Abdeckung der Sonnenscheibe durch den Mond wird beobachtbar; eine Sonnenfinsternis kann nur bei Neunond eintreten
Sonnenfleck
Störung im Magnetfeld der Sonne, die sich als dunkler (meist erdgroßer) Fleck von der übrigen Oberfläche abhebt und ca. 2 000 °C kühler ist als diese; die Sonnenflecken haben ein Maximum und ein Minimum in einer elfjährigen Periode.
Sonnensystem
Planetensystem innerhalb des Milchstraßensystems, in dessen Zentrum sich der Stern namens Sonne befindet; außer dieser setzt es sich aus folgenden, die Sonne umlaufenden Gestirnen zusammen: 9 große Planeten, deren über 50 Satelliten, zahllose Planetoiden, Kometen und Meteoriten sowie aus Staub, Gas und (z. B. Gravitations- und Magnet-) Felder
Sonnentag
Zeit, die die Erde für eine Umdrehung um die Achse bezogen auf die Sonne benötigt (24 Stunden)
Sonnenwind
ständiger, nach allen Seiten in das Sonnensystem ausgehender Teilchenstrom der Sonne, der der Korona entstammt und z. B. Polarlichter verursacht
Spektralanalyse
Erforschung der Sternspektren
Spektralklasse
Klassifikation der Sterne auf Grund der Spektralanalyse nach Farben, Oberflächentemperatur, Radius und Masse
Spektrum
Durch Lichtbrechung hervorgerufenes Regenbogenband; für die Erforschung von Spektrallinien
Spiegelteleskop
siehe Reflektoren
Spiralnebel
frühere Bezeichnung für Galaxien
Stern
auch Fixstern; im Gegensatz zu einem Planeten selbstleuchtendes, aus heißen Gasen bestehendes Gestirn, das (abgesehen von der allgemeinen Ausdehnung des Weltalls) nahezu unbeweglich am Himmel steht und (mit Ausnahme der Sonne) im Teleskop lediglich als (oft farbiger) strahlender Punkt erscheint
Sternbild
auch Konstellation; willkürliche Zusammenfassung von Sternen zu geometrischen Figuren an der Himmelskugel; diese ist lückenlos in 88 Sternbilder eingeteilt
Sternhaufen
Ansammlung physikalisch zusammengehöriger Sterne in einer Galaxie, die sich durch ihre erheblich höhere Sterndichte deutlich von ihrer Umgebung abhebt; es werden offene, Kugel- und Bewegungssternhaufen unterschieden
Sternschnuppe
auch Meteor; Meteoroid, der infolge seiner geringen (meist nur Staubkorn-) Größe in einer Höhe von etwa 80 - 120 km in der Erdatmosphäre verglüht und als Leuchtspur kurz sichtbar ist; Meteore treten häufig in alljährlichen Schwärmen auf und werden dann nach der Lage ihres Radianten nach dem Sternbild benannt
Sterntag
Zeit die die Erde für eine Umdrehung um die Achse bezogen auf den Sternenhimmel benötigt; 23 Stunden und 56 Minuten
Sternzeit
Vom jeweiligen Beobachtungsstandort abhängige Zeit, die sich aus dem Wert der Rektaszension ergibt, die z. Z. im Meridian steht
Sucher(fernrohr)
kleines Fernrohr mit geringer Vergrößerung und Fadenkreuz, daß zum manuellen Ausrichten des Teleskops am Himmel dient; Bezeichnungen wie "7 x 50" bedeuten: 7-fache Vergrößerung, Durchmesser der Frontlinse: 50mm; ein brauchbarer Sucher sollte die Werte 7x 50 oder 8 x 40 haben, bei 8 x 20 zum Beispiel ist das Bild durch die kleine Frontlinse viel zu dunkel
Supernova
sehr massereicher Stern, der in einer gigantischen Explosion endet, eine Hülle sich schnell ausdehnenden Gases abstößt und im Zentrum einen Neutronenstern oder ein schwarzes Loch hinterläßt
synodische Periode
Zeitspanne, die ein sich bewegendes Gestirn benötigt, um von der Erde aus wieder denselben Anblick (bezüglich seiner Stellung relativ zur Erde) zu bieten (z.B. von Opposition zu Opposition)