Die Novembernächte bieten dem Himmelsbeobachter etwa 11,5 bis 13 Nachtstunden vom Ende bis zum erneuten Beginn der nautischen Dämmerung. Wer an einem der seltenen klaren Herbstabenden an den Himmel schaut, wird hoch oben im Zenit das schwach schimmernde Band der Milchstraße erblicken, dass sich von Osten bis Westen über den gesamten herbstlichen Himmel spannt.
Im Westen sinkt das Sommerdreieck - bestehend aus den Sternbildern Schwan, Leier und Adler - zum Horizont hinab, im Osten erheben sich die Wintersternbilder Stier, Orion, Zwillinge und Fuhrmann. Im Norden erkennt man die Sternbilder des Großen und Kleinen Bären und den Drachen.
Vom Zenit schaut die markannte Kassiopeia auf uns herab. Dieses Sternbild wird aufgrund der Konstellation seiner hellsten Sterne zueinander oft auch als das Himmels-W bezeichnet. Zwischen Kassiopeia und Perseus kann man jetzt besonders gut den glänzenden Doppelsternhaufen h+chi Persei ausmachen.
Im Süden findet man die eher unauffälligen Sternbilder Fische, Walfisch, Eridanus und Wassermann. Zwischen den Fischen und Kassiopeia im Zenit prangt jetzt das markannte Pegasus-Quadrat und Andromeda mit der auffälligen Andromeda-Galaxie.
Besonders empfehlenswerte Beobachtungsobjekte im November sind die Doppelsterne gamma And, zeta UMa, delta Dra, zeta Lyr, beta Lyr, theta Ser, beta Cyg und gamma Del; die offenen Sternhaufen h und chi Per, M45 (Plejaden), die Hyaden und NGC 6633; die Kugelsternhaufen M2, M15 und M92; die Gasnebel M27 (Hantelnebel) und M57 (Ringnebel); sowie die Galaxien M31 (Andromedanebel), M32, M33 (Dreiecksnebel), M51, M77, M81, M82, M101, NGC 205 und NGC 2403. |