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Beobachtung

... von Mondfinsternissen
Stefan Seip
Um Mondfinsternisse zu beobachten, müssen keine Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Ein solches Ereignis kann bequem mit dem bloßen Auge verfolgt werden. Um aber einen besonderen Eindruck der verfinsterten Mondoberfläche zu erhalten, bietet es sich an, auch durch einen Feldstecher oder ein Teleskop zu blicken.

Da Mondfinsternisse nur in der Nacht zu beobachten sind, sollte man besonderen Wert auf eine ausreichende der Jahreszeit entsprechende warme Kleidung legen. Da ein solches Naturschauapiel meist einige Stunden andauert, können kalte Hände und Füße durchaus zu einer sehr ungemütlichen Angelegenheit werden.
Die Danjon-Skala
Fred Espenak
Totale Phase einer Mondfinsternis
Die verbleibende Helligkeit der total verfinsterten Mondoberfläche kann von Finsternis zu Finsternis recht beträchtlich schwanken. Zum einen hängt die Oberflächenhelligkeit davon ab, wie tief der Mond in den Kernschatten eindringt, zum anderen aber auch davon, wie viel Sonnenlicht durch die Erdatmosphäre gerbochen und auf die verdunkelte Mondoberfläche gelenkt wird.

NASA
Anblick der Erdatmosphäre von Bord des Space Shuttles Endeavour
Die Erdatmosphäre enthält variable Mengen an Wasser - in Form von Wolken, Nebel, Dunst und Niederschlägen - und festen Partikeln - wie organischer und anorganischer Staub sowie vulkanische Asche. Dieses Material filtert und reduziert das Sonnenlicht, bevor es in den Kernschatten hinein gebrochen werden kann.

Das Maß der Beleuchtung der Mondoberfläche während einer totalen Verfinsterung kann also ein Indikator für die Verschmutzung der oberen Erdatmosphäre sein. So wurden in der Vergangenheit nach besonders heftigen oder häufig aufeinander folgenden Vulkanausbrüchen über mehrere Jahre hinweg besonders dunkle Mondfinsternisse beobachtet.

Der französische Astronom A. Danjon schlug eine 5-Punkte-Skala vor, um den visuellen Eindruck der Helligkeit des verfinsterten Mondes einzuschätzen. Die verschiedenen Helligkeitsgrade werden dabei wie folgt definert.

Wert Beschreibung
0 Sehr dunkle Finsternis - der Mond ist fast unsichtbar, vor allem während der Finsternismitte.
1 Dunkle Finsternis - die Mondoberfläche zeigt Farbnouancen zwischen grau und braun. Oberflächendetails sind schwierig von einander zu unterscheiden.
2 Tiefrote oder rostfarbene Finsternis - sehr dunkle Kernschattenmitte während der äußere Rand der Umbra relativ hell erscheint.
3 Ziegelrote Finsternis - der Kernschatten hat für gewöhnlich einen hellen oder gelblichen Saum.
4 Sehr helle kupfer- oder orangefarbene Finsternis - Der Kernschatten hat einen sehr hellen bläulichen Saum.
Andere Methoden der Helligkeitsbestimmung
Eine einfachere Methode zur Bestimmung der Resthelligkeit einer Mondfinsternis wurde vor über 80 Jahren vom Astronomen Willard Fisher eingeführt, der die Ansicht der Mondscheibe während der Mitte der totalen Verfinsterung in drei Klassen unterteilte - abhängig davon, mit welcher optischen Ausrüstung noch Details auf der Mondoberfläche erkennbar sind. Er unterschied dabei die Beobachtung (1) mit dem bloßen Auge, (2) mit einem 50mm-Sucherfernroh oder einem 7fach vergrößernden Fernglas, sowie (3) mit einem 150mm-Teleskop mit 6 Zoll Öffnung bei 20facher Vergrößerung.

Eine weitere hilfreiche Methode ist es, die Helligkeit der Mondoberfläche während der Finsternismitte im Vergleich mit hellen Sternen oder Pleneten abzuschätzen. Menschen mit starken Sehhilfen beobachten die zu vergleichenden Gestirne dabei einfach unscharf ohne Brille, alternativ kann man auch falsch herum durch ein Fernglas sehen, um den Mond als sternförmiges Objekt erscheinen zu lassen.
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