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Vesta

Der hellste Planetoid am Nachthimmel
Charakteristik
STScI
Asteroid (4) Vesta
(4) Vesta ist mit zirka 516 km mittlerem Durchmesser nach Ceres und Pallas der drittgrößte Asteroid im Asteroiden-Hauptgürtel. Bezüglich ihrer Masse wird sie nur von Ceres übertroffen.

Vesta bewegt sich in 3,63 Jahren einmal um die Sonne und besitzt dabei eine Entfernung zwischen 2,151 AE (Perihel) und 2,572 AE (Aphel) zum Zentralgestirn. Die große Halbachse misst 2,361 AE. Der Asteroid rotiert in 5,342 Stunden einmal um die eigene Achse. Ihre um 7,134° zur Ekliptik geneigte Umlaufbahn liegt im inneren Asteroidengürtel zwischen der Mars- und Jupiterbahn. Die Bahnexzentrizität beträgt 0,089.

Planetoidenbahn
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Die größten Planetoiden im Hauptgürtel im Größenvergleich zum Erdmond - (4) Vesta ist der drittgrößte Planetoid im Hauptgürtel

Vesta besitzt eine basaltische Kruste und einen Eisen-Nickel-Kern. Der Asteroid gleicht somit bezüglich seines Aufbaus den terrestrischen Planeten und unterscheidet sich dadurch von allen anderen Asteroiden im Hauptgürtel.

Auf Aufnahmen des Hubble Weltraumteleskops sind mehrere Impaktkrater mit Durchmessern von bis zu 150 km zu erkennen. Zudem zeigt sich ein besonders großes Einschlagsgebiet mit einem Durchmesser von ca. 450 km und einer Tiefe von 8 km. In seiner Mitte befindet sich ein 13 km hoher Zentralberg, der von einem 8 bis 14 km hohen Wall eingeschlossen wird.
Beobachtung
Vesta besitzt im Vergleich zu anderen Asteroiden eine relativ helle Oberfläche, mit einer Albedo von 0,423. Während der Opposition ist sie zwischen 1,14 AE und 1,59 AE von der Erde entfernt und erreicht eine scheinbare Helligkeit von bis zu 5,4 mag. Sie ist damit der hellste Asteroid am Nachthimmel und kann bei dunklem Himmel ohne Lichtverschmutzung gerade noch mit bloßem Auge gesehen werden.

Im Folgenden sind die Oppositionsdaten für die Jahre 2007 bis 2035 angegeben:

Opposition Helligkeit
31.05.2007 5,4 mag
28.10.2008 6,5 mag
17.02.2010 6,1 mag
05.08.2011 5,7 mag
07.12.2012 6,4 mag
14.04.2014 5,7 mag
28.09.2015 6,3 mag
16.01.2017 6,2 mag
21.06.2018 5,3 mag
10.11.2019 6,5 mag
04.03.2021 6,0 mag
23.08.2022 5,9 mag
20.12.2023 6,3 mag
04.05.2025 5,6 mag
12.10.2026 6,4 mag
31.01.2028 6,2 mag
12.07.2029 5,4 mag
23.11.2030 6,5 mag
21.03.2032 5,9 mag
09.09.2033 6,1 mag
01.01.2035 6,2 mag
Entdeckung
NASA, JPL, STScI, JHU, APL
Größenvergleich von Vesta mit anderen Planetoiden, dem Zwergplaneten Ceres und dem Planeten Mars
Vesta wurde am 29. März 1807 von Heinrich Olbers in Bremen als vierter Asteroid entdeckt. Nachdem Olbers 1802 bereits Pallas entdeckt und benannt hatte, übertrug er das Recht der Benennung diesmal an Carl Friedrich Gauß, der mit seiner neuen Methode der Bahnbestimmung entscheidend zur Sicherung der neu entdeckten Asteroiden beigetragen hatte. Gauß benannte den Himmelskörper nach Vesta, der römischen Göttin von Heim und Herd, und Schwester von Ceres.

Wie der 1801 entdeckte Zwergplanet Ceres und die 1802 sowie 1804 entdeckten Asteroiden Pallas und Juno wurde zunächst auch Vesta als Planet bezeichnet. Da bis zur Entdeckung von Astraea noch mehr als 38 Jahre vergehen sollten, änderte sich daran zunächst auch nichts. Erst als nach etwa 1850 die Zahl der zwischen den Umlaufbahnen der Planeten Mars und Jupiter gefundenen Himmelskörper rasch anstieg, setzen sich für diese Objekte die Bezeichnungen Kleine Planeten, Kleinplaneten, Planetoiden oder Asteroiden durch.
Künftige Erforschung
Vesta wird das erste Ziel der Raumsonde Dawn sein, die am 27. September 2007 gestartet wurde, und den Asteroiden im August 2011 erreichen könnte. Die Raumsonde soll in eine Umlaufbahn um Vesta einschwenken und den Planetoiden danach mehrere Monate lang erkunden.

Danach wird Dawn weiter zum Kleinplaneten Ceres fliegen, den die Raumsonde im Februar 2015 erreichen soll. Man erwartet sich von dieser Mission weitere Aufschlüsse über die Beschaffenheit von Vesta zu erlangen.
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