Der Komet war von der Nordhalbkugel aus erstmals Ende September am abendlichen Himmel knapp über dem Südwest-Horizont zu erkennen. In den darauffolgenden Wochen gewinnt er allmählich an Höhe und wird dadurch besser und länger zu sehen sein. Seine scheinbare Helligkeit wird jedoch nach und nach zurückgehen. In der ersten Oktoberhälfte wird der zunehmende Mond eine Beobachtung am Abendhimmel erschweren.
Die günstigste Beobachtungszeit wird für dieses Objekt erst in der zweiten Monatshälfte des Oktobers anbrechen, wenn er eine Stunde nach Sonnenuntergang breits mehr als 10 Grad über dem Horizont erkannt werden kann. Ab diesem Zeitpunkt wird der dann abnehmende Mond eine Beobachtung des lichtschwachen Objekts nicht mehr behindern können.
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| Positionen des Kometen C/2008 A1 (McNaught) im Oktober und November 2008 etwa eine Stunde nach Sonnenuntergang in der fortgeschrittenen Abenddämmerung. |
Anfang November wird McNaught eine Stunde nach Sonnenuntergang als Objekt 7. bis 8. Größe etwa 20 Grad über dem Horizont stehen. Im Dezember 2008 wird seine Helligkeit unter die 9. Größe fallen und zur Jahreswende nur noch etwa 10 mag betragen.
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| Helligkeitskurve des Kometen C/2008 A1 (McNaught) für dessen Sichtbarkeitsperiode 2008/2009 |
Zur Beobachtung des Kometen sollten lichtstärkere Optiken wie Feldstecher oder Teleskope zum Einsatz kommen. Als Beobachtungsstandort sollten Ballungsräume gemieden werden, da hier die Lichtverschmutzung ein Auffinden zusätzlich erschwert. Flache Ebenen (Felder, Wiesen, Weiden etc.) mit klarer Horizontlinie außerhalb künstlicher Lichtquellen sind ideal und bieten trotz der Dämmerung deutlich bessere Beobachtungsbedingungen. |